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Taucha Große Nachfrage – Taucha nimmt Kita-Anbau in Betrieb
Region Taucha Große Nachfrage – Taucha nimmt Kita-Anbau in Betrieb
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11:01 05.07.2019
Zur Feier des Tages führen die Kinder im neuen Anbau der Grashüpfer-Kita ein kleines Programm auf.
Zur Feier des Tages führen die Kinder im neuen Anbau der Grashüpfer-Kita ein kleines Programm auf. Quelle: Olaf Barth
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Taucha

Der straffe Zeitplan wurde eingehalten; und auch die nicht ganz zu verhindernde Kostensteigerung mit nicht mal einem Prozent hielt sich im Rahmen. Der Anbau an die Awo-Kindertagesstätte „Grashüpfer“ in der Friedrich-Ebert-Straße wurde diese Woche feierlich übergeben. Für nun rund 680 000 Euro entstand ab 1. Oktober 2018 binnen acht Monaten ein Gebäude mit über 220 Quadratmetern Nutzfläche für weitere 36 Kindergartenkinder, womit hier jetzt 108 Mädchen und Jungen betreut werden können. Hinzu kommen 50 Krippenkinder.

Bürgermeister Tobias Meier (FDP) schilderte den großen Bedarf an Kita-Plätzen im wachsenden Taucha und erwähnte noch die bevorstehende Erweiterung der Kita St. Moritz, den geplanten Kita-Neubau in der Eilenburger Straße sowie Überlegungen für eine weitere neue Einrichtung in den Jahren 2022/23. Die Liste der Wartenden auf einen Kita-Platz in Taucha umfasse derzeit „eine höhere zweistellige Anzahl“. Viele Eltern hätten ihre Kinder aber schon für die neue Kita in der Eilenburger Straße angemeldet, sodass der Druck etwas nachgelassen habe, teilte der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Windhövel mit.

Kinder beobachten Bauarbeiten

Zur Feier des Tages führten die Kinder ein kleines Singspiel vom Dornröschen auf und sangen passend zum Anlass das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen“. Leiterin Ines Vesser nahm den Faden auf und dankte den Bauleuten für deren Arbeit sowie Toleranz und Geduld im Umgang mit den Kindern und gegenüber den Bedürfnissen der Einrichtung. Die Mädchen und Jungen erlebten eine spannende Zeit, sie konnten das Entstehen des Anbaus hautnah mit verfolgen. Für Bauleiter Hendrik Becker von der Binas Bau GmbH aus Freyburg/Unstrut kein Problem: „Mit fünf bis sechs Leuten hier war es eine übersichtliche Baustelle. Die Leiterin und der Hausmeister hatten alles im Griff. Und wenn die Kinder Fragen hatten, haben die Kollegen sie beantwortet oder ihnen auf der Baustelle etwas gezeigt.“ Vielleicht halten die Eindrücke vor, und der eine oder andere will später auch mal Bauarbeiter oder Handwerker werden. „Klar, das war auch Werbung in eigener Sache. Wir hoffen ja, dass junge Handwerker dazu stoßen, wir bekommen kaum noch Lehrlinge“, so Becker.

Außenanlage kommt im August dran

Vom Elternrat war Dominique Reiche bei der kleinen Feier dabei: „Auch wir Eltern waren zufrieden mit dem Ablauf der Bauarbeiten während des normalen Betriebes. Es hat alles gut funktioniert. Jetzt freuen wir uns auf die Gestaltung der Außenanlagen. Damit es dort Sonnensegel gibt, haben die Eltern Spenden gesammelt.“ Laut Stadt soll das Freigelände im August hergestellt werden. Zu den jetzt schon 1650 Quadratmetern kämen weitere 950 dazu. Eine große Wiese für Ballspiele, ein weiteres Spielgerät, eine große Sandfläche Bäume und begrünte Zäune sollen den Kindern Freude machen. Dafür sind Ausgaben in Höhe von circa 50 000 Euro vorgesehen. Weitere 17 000 Euro sollen noch in Ausstattung und Mobiliar für den Anbau fließen.

Von Olaf Barth