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Taucha Im Parthebad steht nun ein „Lichtfänger“
Region Taucha Im Parthebad steht nun ein „Lichtfänger“
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11:43 16.06.2019
Altbürgermeister Holger Schirmbeck und Künstlerin Franziska Möbius präsentieren den „Lichtfänger“. Quelle: Reinhard Rädler
Taucha

Ausgerechnet an einem „13.“ fand die Odyssee um das Kunstobjekt „Lichtfänger“ ein glückliches Ende. Das Werk war auf Initiative des ehemaligen Tauchaer Bürgermeisters Holger Schirmbeck (SPD) von der Leipziger Künstlerin Franziska Möbius erschaffen worden. Am Donnerstag wurde das Kunstwerk im Parthebad Taucha der Öffentlichkeit übergeben. Ursprünglich sollte es im Großen Schöppenteich installiert werden. Die schlechten Bedingungen für eine Verankerung im Teich machten den Planern allerdings einen Strich durch die Rechnung. Der Übergabetermin wurde mehrfach verschoben und schließlich ganz aufgegeben. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort hat das Objekt nun im beliebten Freizeitbad, nahe der Regenbogen-Rutsche, seinen Platz gefunden.

Vom Ancient Trance inspiriert

Bei seiner Abschiedsfeier im Jahr 2015 nach einem Vierteljahrhundert als Tauchas Bürgermeister hatte Schirmbeck gebeten, statt ihm Geschenke zu übergeben, lieber Geld zugunsten eines Kunstwerkes für die Öffentlichkeit zu spenden. Über 3500 Euro kamen bei dieser Aktion zusammen. Durch weitere Spenden von Bürgern und Firmen, 3000 Euro vom „Grünen Ring“ sowie mit einem Beitrag der Stadt selbst konnten die Kosten von rund 15 000 Euro finanziert werden. „Ich hatte allerdings zur Bedingung gemacht, dass die Gestaltung Franziska Möbius übernimmt, die auch die Installation ,Ewig dürstend‘ für den Kleinen Schöppenteich entworfen hatte“, blickte der Altbürgermeister zurück. „Ausschlaggebend für meine Favoritin waren allerdings ihre Installationen der schwebenden Figuren im Abtnaundorfer Park, die mich fasziniert hatten“, verriet er. Bei den Absprachen zum Entwurf hatte er der Künstlerin Fotos vom „Ancient Trance Festival“ am Schöppenteich vorgelegt. „Dieses bunte Treiben, die Weltoffenheit und die Wirkung des Ambientes rundum im Park schienen mir ein passendes Motiv für die Gestaltung des Kunstobjektes zu sein“, erzählte Schirmbeck über seine Gedanken bei den ersten Absprachen.

Die Leipziger Künstlerin experimentierte mit Formen, Farben und Material, um daraus ein robustes, sich farbig in die Örtlichkeit einfügendes Kunstwerk entstehen zu lassen. Das neue 2,30 Meter hohe Kunstobjekt besteht aus leicht gebogenen Segmenten aus Acrylglas in unterschiedlichen Farben, die die Form eines Kelches ergeben. „Schade, dass der ursprüngliche Standort aufgegeben werden musste, denn die beabsichtigten Reflexionen des Wassers am Objekt fallen nun weg“, bedauerte Möbius. Die Nähe zum Wasser und zur bunten Regenbogenrutsche passe aber auch hier durchaus zusammen.

Wasserstandort bleibt Option

„Das letzte Wort über den Standort muss ja noch nicht gesprochen sein“, warf Bürgermeister Tobias Meier (FDP) in seiner Begrüßungsrede in die Debatte ein. Die Idee, innerhalb des Bades eine Möglichkeit zu schaffen, bei der das Kunstwerk doch noch von Wasser umgeben sein könnte, sei durchaus eine noch machbare Option. Zustimmendes Nicken von Bau-Fachbereichsleiterin Barbara Stein, ihrem Nachfolger Helge Zacharias sowie von Badleiter Ronald Hanns.

Aus 40 Namenvorschlägen wurde der Name „Lichtfänger“ für die Kunst-Installation ausgewählt. Bürgermeister Meier und sein Amtsvorgänger bedankten sich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung bei der Fertigstellung des Kunstwerkes. „Damit ist etwas Bleibendes für die Stadt entstanden, an dem die Bürger ihre Freude haben können“, freute sich Initiator Schirmbeck.

Von Reinhard Rädler

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