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Taucha Japanische Gastsänger verstärken in Taucha den Chor
Region Taucha Japanische Gastsänger verstärken in Taucha den Chor
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07:01 20.12.2018
Unter der Leitung von Kaoru Oyamada übt der Chor im Diakonat noch einmal zwei Stunden verschiedene Stellen des Oratoriums. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Im Januar ist die Vertretungszeit von Kaoru Oyamada als Kantorin in Taucha vorbei. Zum Abschied leitet die Tokioterin am Freitag nach intensiver Probenarbeit noch einmal das Weihnachtsoratorium in Taucha. Dazu reisen auch Sänger aus ihrer Heimat an.

„Es haben ein Mann und fünf Frauen aus Tokio ihre Teilnahme zugesagt. Am Freitagnachmittag bei der Generalprobe mit dem Orchester werden sie zum ersten Mal bei einer Probe dabei sein, aber es sind keine Anfänger“, erzählt Oyamada. Die Gäste sind Freunde von ihr, mit denen sie schon gemeinsam in Tokio in Chören gesungen hat. Außerdem hätten alle schon Chorreisen in Deutschland unternommen oder bereits einmal in hiesigen Ensembles mitgesungen. Und damit sie wissen, welch hohe Anforderungen auf sie warten, hat die Kantorin die letzte reguläre Probe am Montagabend mit dem Handy aufgezeichnet und die Aufnahme für die Mitstreiter aus dem Land der aufgehenden Sonne zum Anhören und Üben ins Internet gestellt.

Aus anderen Ensembles kommt Verstärkung

Es war seit Oktober die siebente Probe, 42 Chormitglieder drängten sich am Montag ins Diakonat. Immer wieder wiederholten sie einige Passagen aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, bis die Kantorin zufrieden war und nach eiligem Blättern in Bachs Werk die nächste Stelle aufrief. Konzentriert folgten ihr die Frauen und Männer. Am Ende der Probe bat die 35-Jährige die Chormitglieder aufzustehen, und nun noch einmal die berühmte Auftaktsequenz zu singen. „Jauchzet, frohlocket“ erschallte es kräftig im Raum: Der Freitagabend kann kommen.

„Ja, ich bin zufrieden mit dem Stand, den wir nach den Proben nun erreicht haben. Es sind in dem Laienensemble ja viele erfahrene Sängerinnen und Sänger dabei, die das Weihnachtsoratorium schon oft gesungen haben“, sagte Oyamada. Die Tauchaer Kantorei wird nicht nur von Gästen aus Tokio, sondern auch von Mitgliedern befreundeter Chöre aus Taucha, Leipzig und Umgebung verstärkt. Rund 60 Stimmen werden in der St. Moritz-Kirche zu hören sein, wie viele genau, weiß man erst, wenn das Konzert beginnt. „Wegen Erkältungen habe ich schon drei Absagen erhalten“, bedauert die Kantorin, die auch deshalb die Probe mit dem Wunsch „Und bleiben Sie gesund“ beendete.

Mitteldeutsches Kammerorchester mischt mit

Anders als im Vorjahr die Kantaten I, II und III hat Oyamada diesmal neben der Kantate I die Kantanten IV, V und VI eingeübt. „Wir haben doch so schöne sechs Kantaten in Bachs Weihnachtsoratorium, warum soll man dann immer nur die ersten drei aufführen?“, sagte die Dirigentin. Damit wird die Aufführung zwar etwas schwerer und länger, doch das hätten alle gern in Kauf genommen. Auf die erste Kantate wird allerdings nach wie vor nicht verzichtet. „Wenigstens einmal im Jahr muss man jauchzen“, sagte Oyamada lachend in Anspielung auf die berühmten ersten Worte des Oratoriums.

Das Konzert beginnt am Freitag um 19.30 Uhr. Der Chor wird begleitet vom Mitteldeutschen Kammerorchester unter der Leitung von Konzertmeister Andreas Hartmann. Als Solisten sind Anne Glocker, Manja Raschka, Falk Hoffmann und Gun Wook Lee zu hören. Der Eintritt ist frei. Allerdings werden nach dem Konzert die Besucher gebeten, entsprechend ihrer Möglichkeiten, das Gebotene der Kirchengemeinde mit einer angemessenen Spende zu honorieren.

Von Olaf Barth

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