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Taucha Kräftemessen um die Wasserbüffel am Stadtpark
Region Taucha Kräftemessen um die Wasserbüffel am Stadtpark
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21:00 17.03.2010
Keine Augenweide, aber nach wie vor eine Büffelweide: Der Streit um die Wasserbüffelhaltung auf der Feuchtwiese droht zu eskalieren.
Keine Augenweide, aber nach wie vor eine Büffelweide: Der Streit um die Wasserbüffelhaltung auf der Feuchtwiese droht zu eskalieren. Quelle: Jörg ter Vehn
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Er halte die Kündigung für unbegründet und damit wirkungslos. „Ich habe mich beim Landesbauernverband in Leipzig und bei der Berufsgenossenschaft beraten lassen“, erzählte der Wasserbüffel-Farmbesitzer. Die Einrichtungen hätten die vorgebrachten Gründe ebenfalls als haltlos erachtet.Die Stadt und der Zweckverband Parthenaue hatten die Pflege- und Pachtverträge mit Weichhan gekündigt, weil sie das Vertrauensverhältnis zerrüttet sehen. Unter anderem habe Weichhan getroffene Entscheidungen nicht umgesetzt oder Abmachungen mit den Ämtern nicht eingehalten, erklärte gestern nocheinmal Andreas Gumbrecht, Geschäftsführer des Zweckverbandes Parthenaue. Wie berichtet, halten die unempfindlichen Tiere die Wiese kurz, um den dort vorkommenden wertvollen geschützten Arten den Lebensraum zu erhalten. Weil Weichhan eine Zeit lang zuviele Tiere auf der Wiese hielt und diese dadurch ziemlich litt, schlug der Verband Alarm, setzte eine Beweidungspause bis zum vorigen Herbst durch. Unterstand und Holzzaun wie von dem Ämtern danach gefordert, baute Weichhan aber trotzdem nicht.Weichhan gestern: „Ich habe es schriftlich, dass ich auf der Wiese im Landschaftsschutzgebiet gar nichts bauen darf.“ Tatsächlich hatte er im vorigen Jahr eingeschlagene Pfosten für einen Unterstand wieder entfernen müssen. In den vergangenen Tagen „schützte“ ein Provisorium aus Planen und Zeltstangen die Tiere vor dem angekündigten Eisregen. „Das kommt aber alles wieder weg“, versprach Weichhan.

Jörg ter Vehn