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Taucha Mehrheit für Variante mit Tunnel
Region Taucha Mehrheit für Variante mit Tunnel
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17:44 03.07.2019
Die Situation auf der aktuellen B87 in Taucha ist nach Meinung vieler unerträglich. Aber wo soll eine neue Tasse langführen? Das versucht eine Planungswerkstatt auszuloten. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Im Ergebnis der vierten und letzten Planungswerkstatt zum Aus- und Umbau der B 87 zwischen Leipzig und Eilenburg wird im Bereich Taucha mehrheitlich die Realisierung einer bestandsnahen Variante mit Tunnel befürwortet. Das teilte jetzt mit Bezug auf die Sitzung am 26. Juni die mit der Planung beauftragte Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) mit. Demnach sprachen sich die Stadt Taucha und eine Mehrheit der 29 Teilnehmer für den Tunnel aus.

Teils gebe es aber Vorbehalte hinsichtlich der Tunnellänge und der Anbindung an die Autobahn. Für eine Südvariante hätten sich nur vereinzelte Teilnehmer ausgesprochen. Gleichwohl wäre den Diskutanten eine Südvariante lieber als die sogenannte „Nullvariante“, bei der es keine Änderung am Verlauf der bestehenden B 87 durch Taucha geben würde. Demnächst sollen in einer öffentlichen Veranstaltung die Ergebnisse der bisherigen Arbeit vorgestellt werden. Veranstaltungsort und -zeit würden noch bekanntgegeben.

Zerstörung der Parthenaue befürchtet

In die Bewertung beider Varianten flossen die Ergebnisse des von den Beteiligten als sachlich und konstruktiv bezeichneten Online-Dialogs ein. Rund 500 Diskussionsbeiträge seien auf der Plattform eingegangen, wobei sich viele auf andere Beiträge bezogen und sich ein direkter Dialog entwickelte. Dieser sei ein wichtiges Mittel gewesen, um weitere Informationen direkt von den betroffenen Menschen zu sammeln und ein Stimmungsbild zu den in den Planungswerkstätten erarbeiteten Varianten einzufangen. Deutlich sei dabei die hohe Betroffenheit jener geworden, die die Zerstörung der Natur in der Parthenaue befürchteten. Auch die Stiftung Partheland hätte die hohe Bedeutung der Parthenaue für Taucha hervorgehoben. „Es wurde allerdings angeregt, die vorgebrachten Argumentationen fachlich zu prüfen und einzuordnen – eine Aufgabe, der die Planer im Zuge der vorgezogenen Machbarkeitsuntersuchungen nachkommen werden“, so die Deges.

Im weiteren Verlauf der Planungen soll nun die verkehrliche Wirkung der unterschiedlichen Korridore weiter herausgearbeitet und visualisiert werden. Sowohl für die bestandsnahe Variante mit teilweiser Untertunnelung Tauchas als auch für die Südvariante würden die Planer eine vorgezogene technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsuntersuchung durchführen. Damit werde der „intensiven Diskussion um die Realisierbarkeit der angedachten Lösungen und den häufigen Fragen nach den voraussichtlichen Kosten“ Rechnung getragen. Ein wichtiger Diskussionspunkt im Beteiligungsverfahren seien die hochsensiblen FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat), welche sowohl bei der bestandsnahen als auch bei einer Südvariante berührt werden. Anders als im formellen Verfahren vorgesehen, werden die Umweltplaner eine vorgezogene Risikoprüfung für diese Gebiete durchführen.

Bundesverkehrsministerium entscheidet

Ziel des Beteiligungsprozesses ist es, bis Ende Sommer 2019 eine Empfehlung für eine oder mehrere Varianten für das anschließende gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungs- und Zulassungsverfahren auszusprechen. Eine rechtssichere Vorzugsvariante ergibt sich laut Deges jedoch erst durch die gutachterlichen Untersuchungen und Bewertungen im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfung und nach Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, welches das Projekt finanziert. Die Entscheidung über den Neu- und Ausbau der B 87n obliegt dem Bundesverkehrsministerium.

Von Olaf Barth

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