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Taucha Neue B 87: Kurzer Tunnel durch Taucha oder doch Parthenaue?
Region Taucha Neue B 87: Kurzer Tunnel durch Taucha oder doch Parthenaue?
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20:01 31.01.2019
Die B 87 führt den Lkw-Verkehr noch direkt nach Taucha hinein. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

In der ersten Planungswerkstatt mit Bürgerbeteiligung (die LVZ berichtete) waren an die Planungsbüros Prüfaufträge zu möglichen Korridoren vergeben worden. In diesem Monat hatten laut der verantwortlichen Projektmanagementgesellschaft Deges die Verkehrs-, Straßen- und Umweltplaner in der zweiten Planungswerkstatt erläutert, welche der von den Teilnehmern vorgeschlagenen Korridore aus technischen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Gründen für eine neue B 87 nicht umsetzbar sind. Zum Beispiel käme eine zu weit von der jetzigen B 87 liegende Trasse nicht in Betracht, da dies keine Entlastung für Taucha bringen würde. Verkehrsteilnehmer würden in der Regel den kürzesten Weg nehmen. Ebenfalls ausgeschlossen, allein schon aus Kostengründen, wäre eine lange Tunnellösung, etwa größer als 2000 Meter.

Ein Korridor verläuft parallel zur Bahn

„Eine Variante mit einem kürzeren Tunnel wäre jedoch technisch und wirtschaftlich vorstellbar und sollte tiefergehend untersucht werden“, teilte die Deges als ein Ergebnis der Planungswerkstatt mit. In einem parallel zur Bahn verlaufenden Korridor sollen in den kommenden Monaten drei verschiedene Linienvarianten geprüft werden, bei denen ein Teil der Strecke durch einen Tunnel führt. Ferner teilte die Deges mit: „Auch zwei weitere Korridore im Südosten von Taucha konnten in der Planungswerkstatt für die vertiefende Untersuchung identifiziert werden.“ Diese Korridore würde an der Anschlussstelle A 14 Leipzig-Ost beginnen und östlich auf die B 87 geführt werden.

Allerdings kreuzen diese Korridore ein Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet). Dieses sei ein europäisches Schutzgebiet zur Sicherung der Artenvielfalt in den natürlichen Lebensräumen entlang der Parthe. „Die Querung und Zerschneidung des FFH-Gebietes wäre nur unter strengen Auflagen zulässig und würde eine hohe Anforderung an die Genehmigungsfähigkeit darstellen“, teilte die Deges weiter mit. In den künftigen Planungswerkstätten sollen mit den Planern mögliche Varianten für die Linienführung einer neuen B 87 entwickelt werden.

Ergebnisse werden im Frühjahr vorgestellt

Deges-Projektleiter Werner Breinig meinte dazu: „Die Planungswerkstätten haben gezeigt, wie hilfreich es ist, dass sich Einwohner, Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Wirtschaft und Verwaltung mit ihrem lokalen Wissen in die Variantensuche einbringen.“ Hinweise zu lokalen Gegebenheiten könnten so von den Planungsbüros direkt mit aufgenommen und berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse der Planungswerkstätten sollen im Frühjahr 2019 in einem Online-Dialog vorgestellt und mit der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Ergebnisse des Online-Dialogs fließen in die Planung ein. Bis zum Sommer sollen mehrere B 87 n-Linienvarianten erarbeitet werden. Diese bilden die Grundlage für die gesetzlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung II, die im Herbst 2019 beginnen soll und das Ziel hat, eine Vorzugsvariante zu definieren.

Die Beteiligung ist online möglich unter: www.b87-im-dialog.de

Von Olaf Barth

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