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Taucha Neuer Steg für Störmthaler „See-Hechte“ eröffnet
Region Taucha Neuer Steg für Störmthaler „See-Hechte“ eröffnet
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12:01 30.04.2019
Stegeröffnung am See mit Anglern und Unterstützern. Quelle: Foto: Martin Schuster
Grosspösna

Am Störmthaler See kann sich an den Ufern, im und auf dem Wasser in vielfältiger Weise erholt werden. Eine beliebte Möglichkeit ist das Fischen. Dafür verbesserten sich jetzt weiter die Voraussetzungen. Denn der Anglerverband Leipzig konnte vorige Woche am See unterhalb des Störmthaler Aussichtspunktes seinen neuen „See-Hecht-Steg“ feierlich eröffnen.

In Großpösna fließt Geld aus Europa

Binnen Kurzem zog es Landrat Henry Graichen (CDU) zum zweiten Mal in die Gemeinde Großpösna. Erst wegen der Übergabe eines Leader-Fördermittel-Bescheides an den Bergbau-Technik-Park (die LVZ berichtete), nun zur Eröffnung eines ebenfalls durch Fördermittel mitfinanzierten neuen Bootssteges am Störmthaler See. Diesmal stammte ein Großteil der Gelder für dieses 54 000-Euro-Projekt aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds. Auch die Lokale Aktionsgruppe Südraum Leipzig (LAG) hatte wie schon beim Bergbau-Technik-Park ihre helfenden Hände mit im Spiel. Graichen hob unter anderem die Tatsache hervor, dass es hier mit dem neuen Steg nun auch einen barrierefreien Angelplatz gibt, was ihn besonders freue. Voll Freude war auch Anglerverbandspräsident Rolf Seidel, der in seiner Dankesrede alle Unterstützer und Beteiligte beim Bau, bei der Finanzierung und sowie im Genehmigungsverfahren einbezog.

Barrierefreier Angelplatz

„Es entstand ein Bootssteg für 22 Angelboote. Der vordere Steg wird für einen Berufsfischer vorgehalten, vorerst ist eine berufsfischereiliche Nutzung ökonomisch aber noch nicht möglich. Außerdem gibt es einen Anlegesteg für Boote, die geslippt werden sollen. Zu einem Schmuckstück wurde der behindertengerechte Angelplatz, der es auch Rollstuhlfahrern ermöglicht, hier zu angeln. Unser Verband hat mittlerweile 15 für Rollstuhlfahrer geeignete Angelplätze eingerichtet“, zählte Seidel stolz auf.

Auch am Schladitzer See geht es weiter

Der 30 Meter lange, 2,10 Meter breite und aus unbehandeltem Lärchenholz bestehende Steg wurde in den Wintermonaten gebaut. Anfang November vorigen Jahres hatten die Arbeiten mit dem Einbringen von rund 80 Pfählen begonnen. Doch der Ausbau des Fischereistützpunktes soll noch weiter gehen: „Die Gemeinde Großpösna wird einen Bebauungsplan erstellen für Pkw-Stellplätze, Trockenliegeplätze und ein Vereinsdomizil für den ortsansässigen Angelverein Störmthaler Seehechte.“ Und mit Blick über die Ufer des Störmthaler Sees hinaus berichtete Seidel von der beabsichtigten Errichtung eines Fischereistützpunktes am Zwenkauer See: „Zuerst kommt der Bootssteg. Die Beantragung der wasserrechtlichen Genehmigung soll noch im Mai erfolgen. Wir hoffen wieder auf eine zügige Bearbeitung beim Landratsamt. Weitere Vorhaben sind ein behindertengerechter Angelplatz am Schladitzer See sowie die Entwicklung eines Fischereistützpunktes am Seelhausener See.“

Die Nutzung des Störmthaler Sees durch die Angler war von der LMBV mit langfristigen Pachtverträgen möglich gemacht worden. Der Anglerverband Leipzig und örtliche Berufsfischer sind als „Interessengemeinschaft zur fischereilichen Bewirtschaftung der Braunkohlentagebaurestgewässer“ (IfBB) Pächter der Fischereirechte an vielen Tagebauseen im Raum Leipzig. So ist eine vom Verband gebaute und finanzierte Bootseinlassstelle am Störmthaler See schon seit zwei Jahren nutzbar. Um die Seen bewirtschaften zu können, ist eine fischereiliche Infrastruktur mit Slipstellen und Bootsstege notwendig, hatte Anglerverbands-Geschäftsführer Friedrich Richter unlängst bereits gegenüber der LVZ die baulichen Verbands-Aktivitäten an den Seen begründet.

Von Olaf Barth

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