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Taucha Ortsdurchfahrt Seegeritz ist ab Montag dicht
Region Taucha Ortsdurchfahrt Seegeritz ist ab Montag dicht
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17:40 13.09.2019
Das Umleitungsschild in Merkwitz kündigt bereits an, dass ab Montag die Ortsdurchfahrt in Seegeritz gesperrt ist. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Die Überraschung war nicht nur in Seegeritz, sondern auch im Tauchaer Rathaus groß: Ab Montag wird die Hauptstraße im Ortsteil komplett gesperrt. Die Leipziger Wasserwerke (LW) erneuern hier ihre Regenwasserleitung. Am Mittwoch hatte die mit den Arbeiten beauftragte Firma Straßen- und Tiefbau GmbH aus Eilenburg Anwohnerinformationen verteilt. „Als mich die Bürger fragten, was das soll, weshalb das so kurzfristig passiert, konnte ich gar nichts sagen, weil ich von nichts wusste“, schimpfte am Donnerstagabend nach der Stadtratssitzung CDU-Stadtrat Lars Lehmann, der selbst in Seegeritz wohnt. Ihm war es trotz vieler Telefonate nicht gelungen, von jemandem Auskünfte über das Vorhaben zu erhalten. Im Tauchaer Rathaus wurde an dem Tag sogar noch von einer Havarie als Grund gesprochen. Das bezweifelte Lehmann, da die mit der Bürgerinformation herausgegebenen Pläne und das großräumig angelegte Umleitungskonzept auf eine längerfristige Planung schließen ließen.

Es gab keine Havarie

„Mitte Juli informierten uns die Wasserwerke, dass sie in Seegeritz die Regenwasserleitung erneuern wollen. Es gab dann Ortstermine für die Umleitungsplanung. Da hieß es aber, dass die Arbeiten am 30. September beginnen sollen“, sagte am Freitag auf LVZ-Nachfrage der im Tauchaer Rathaus zuständige Fachbereichsleiter Jens Rühling. Am Montag sei dann ein Antrag für die verkehrsrechtliche Anordnung eingegangen, wonach schon ab 16. September die Ortsdurchfahrt gesperrt und vorher die Umleitungsbeschilderung eingerichtet werden soll. „Dadurch haben wir überhaupt erst den Termin mitbekommen und dann am 12. September die verkehrsrechtliche Anordnung erlassen“, so Rühling. Da Seegeritz gesperrt wird, kann Merkwitz dann nur über Portitz und Plaußig erreicht werden. Mit Rühlings Aussage wurde auch deutlich, dass es in Seegeritz nicht um eine Havarie ging.

Bushaltestellen werden auch erneuert

Das bestätigte am Freitag auch Wasserwerke-Sprecherin Katja Gläß. „Eine Havarie gab es nicht, aber es war klar, dass wir die in einem schlechten Zustand befindliche Altleitung erneuern wollen. Ursprünglich war das ab der ersten Oktoberwoche geplant.“ Doch dieser Zeitplan sei über den Haufen geworfen worden. Warum? „Wir erhielten die Nachricht, dass in Taucha der Fördermittelbescheid für die Erneuerung und den barrierefreien Umbau der Seegeritzer Bushaltestellen eingegangen ist und dieses Geld noch in diesem Jahr verbaut werden muss“, schilderte Gläß. Es sei ja klar, dass die Wasserwerke zuerst in die Straße gehen, „ehe die Bushaltestellen schick gemacht werden“. Alles andere wäre für die Bürger nicht nachvollziehbar.

Vorhaben wurde vorgezogen

„Um damit nicht in den Winter hineinzukommen, haben wir in Abstimmung mit der Stadt Taucha unsere Baumaßnahme vorgezogen, um der Stadt anschließend ein realistisches Zeitfenster für den Haltestellenbau zu öffnen“, erklärte die 40-Jährige. Im Sinne der Effizienz und eines zügigen Bauverlaufs sei für beide Vorhaben, Wasserleitung und Bushaltestellen, dieselbe Firma beauftragt worden. „Über die Firma hatten wir aber erst zu Wochenbeginn abschließend Klarheit, deshalb ging dann alles sehr schnell“, begründete Gläß die kurzfristige Ankündigung und sagte: „Wir können verstehen, dass die Anwohner etwas überrascht sind“.

LW investieren 100 000 Euro

Die Wasserwerke investieren 100 000 Euro für ihr Vorhaben. Die Busse können während der vier- bis fünfwöchigen Bauzeit weiter fahren, heißt es. Die Zufahrt zu den Grundstücken soll weitestgehend möglich sein. „Wenn es Probleme gibt oder Hilfe benötigt wird, kann man sich mit den Kollegen der Baufirma direkt abstimmen“, empfiehlt Gläß. Inklusive Bushaltestellen sollen die Bauarbeiten Mitte November abgeschlossen sein.

Von Olaf Barth

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