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Taucha Pläne für B87-Knoten vom Tisch
Region Taucha Pläne für B87-Knoten vom Tisch
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21:00 16.03.2010
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Taucha

Grund: Taucha hat vorige Woche mitgeteilt, die Kosten dafür nicht tragen zu können. Er habe mit Bedauern zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Stadt Taucha davon Abstand nimmt, das Bauvorhaben im Einvernehmen mit seiner Behörde und anderen beteiligten Versorgungsunternehmen umzusetzen, formulierte Straßenbauamtsleiter Rainer Förster. „Mangels Einvernehmens mit der Stadt Taucha mussten wir alle weiteren den Bau vorbereitende Planungsaktivitäten einstellen“, heißt es in einem Schreiben von ihm. Eine Realisierung der Maßnahme sei nunmehr wegen anderer zeitlich eingeordneter Straßenbaumaßnahmen in der Region „in absehbarer Zeit“ nicht möglich, teilte er mit. Verschnupft reagierte Förster wohl vor allem wegen des bislang betriebenen Aufwandes. Das Straßenbauamt habe über mehrere Jahre hinweg einvernehmlich mit Taucha die Planung betrieben und erhebliche Planungskosten verausgabt, erläuterte Förster. Dies werde bei Tauchas Entscheidung nicht ausreichend berücksichtigt. Sollte es nochmal Pläne für den Umbau geben, strebe sein Amt ein Planfeststellungsverfahren an, „um die Straßenplanung baurechtlich zu sichern und die Kostentragung der Beteiligten zu regeln“, schrieb Förster. Taucha führe für das Scheitern der Maßnahme seine finanzielle Lage an, so Förster. Das Argumente will er nur bedingt stehen lassen: „Ergänzend sei darauf verwiesen, dass ein Großteil der Kosten förderfähig gewesen wäre.“ Rund 1,1 Millionen Euro wären bei dem Umbau des Kreuzungsbereiches auf Taucha zugekommen, erinnerte gestern Bürgermeister Holger Schirmbeck. „Wir sind davon ausgegangen, dass nach Abzug aller Förderungen bis zu 500 000 Euro auf die Kommune entfallen wären.“ Taucha habe nicht aus Böswilligkeit abgesagt, sondern schlichtweg kein Geld dafür. Und auf Änderungswünsche habe sich das Amt nicht bewegt. Möglicherweise ergebe sich ja noch durch die Maßnahmen für die B87n und eine eventuelle innerörtliche Umfahrung ein Option für die Kreuzung, meinte Schirmbeck.

Jörg ter Vehn