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Taucha Rein- und rausschnuppern an der Mittelschule
Region Taucha Rein- und rausschnuppern an der Mittelschule
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10:00 16.12.2011
Im Berufsförderungswerk Bau in Heiterblick erkunden die Mittelschülerinnen der achten Klassen das Arbeiten mit Gipskarton, Fliesen, Kleber und der eigenen Kreativität. Auch die Würfel mussten sie zuvor selber anfertigen. Quelle: Jörg ter Vehn
Taucha

Im Küchenbereich der Mittelschule rätselt die 4a der Grundschule Am Park: Was sollen die Buchstaben WTH bedeuten? Dieses Fach gebe es auf der Mittelschule in Taucha, helfen die Lehrerinnen den Kindern. Hmmh, gar nicht so einfach, grübeln sie. „Wirtschaft, Technik, Haushalt“ heißt das Kürzel übersetzt – und es steht für viel Praxisbezug. Nicht nur, dass die Schnupper-Schüler Bilder von Gerätschaften den Oberbegriffen zuordnen sollen. Die Praxis zieht sich durch alle Bereiche der Schule.

„Beim Schnuppertag können die Kinder im Küchenbereich einen Obstsalat anrichten – und auch verzehren“, erläutert Schulleiter Andreas Kießling. Im Bereich Neue Medien werde am Computer ein Schneemann entworfen, beim Basteln mit der Serviettentechnik eine kleine Kerze gestaltet. „Wichtig ist, dass die Kinder etwas mitnehmen können“, hat er erfahren.

Rund 450 Schüler lernen in der Mittelschule Taucha fürs spätere Leben. „Ab der siebten Klasse geht bei uns die Berufsvorbereitung los“, erläutert Kießling. Erst gebe es den Berufswahlpass, dann Betrieberkundungen, „in der achten und neunten Klasse gibt es dann den praktischen Teil.“ So sind 80 Neuntklässler seit knapp zwei Wochen in Betrieben in und um Taucha als Praktikanten unterwegs – einer sogar im LVZ-Büro in Taucha – , sind weitere 80 Achtklässler seit dieser Woche im Berufsförderungswerk (Bfw) Bau Sachsen und im Zentrum für Aus- und Weiterbildung aktiv.

Ali Yalin (links) und Alexander Haage arbeiten an der Kanalanlage. Quelle: Jörg ter Vehn

Malte Krieghoff schichtet dort schon sehr fachmännisch Steine zu einem Schornstein hoch. Ausbilder Christoph Stirwocky legt Winkel und Wasserwaage an, nickt zufrieden dem 14-Jährigen zu. „Ich baue auch zu Hause immer irgendwelche Sachen, mein ganzes Zimmer steht voll“, sagt der handwerklich begabte Malte. Ali Yalin, stämmiger 15-Jähriger, schleppt mit Alexander Haage (13) im benachbarten Ausbildungszelt Steine für ein Kanalsystem herbei und baut geschickt mit an einem kunstvollen Abfluss. Die Ausbilder sind zufrieden.

Es gehe darum, erste handwerkliche Fähigkeiten zu erlernen und den Jugendlichen die verschiedenen Werkstoffe zu zeigen, erzählt Jens Winkler. Er bildet im Bereich Trockenbau und Fliesen aus. Nach konkreten Maßen eine Grundplatte mit diversen Ausschnitten zu fertigen, oder einen Würfel zu bauen und mit einem Fliesenmosaik zu bekleben, lauten bei ihm die Aufgaben. Julia, Katharina und Lisa-Marie stehen an einem Tisch, kneifen Fliesen entzwei und gestalten mit einem Kleber Blumen auf ihrem Würfel. Nebenan bastelt Eric Feierabend an seinem Würfel. Dessen Teile haben noch Spiel. Aber was nicht passt, das wissen angehende Handwerker, wird eben passend gemacht.

Jörg ter Vehn

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