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Taucha Richtfest für „Tauchas Zukunft“
Region Taucha Richtfest für „Tauchas Zukunft“
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13:01 29.12.2018
Mit Glühwein und Punsch stoßen Vertreter der Firmen, aus der Stadtverwaltung und dem Stadtrat beim Richtfest auf die Kita-Erweiterung an. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Statt eines Richtkranzes hatten die Bauarbeiter einen kleinen Weihnachtsbaum auf dem Dach befestigt. Dem Maurer und Betonbauer Mirko Blechschmidt blieb es auf dem Flachdach vorbehalten den Richtspruch vorzutragen. Der 44-Jährige von der Firma Binas Bau GmbH aus Freyburg an der Unstrut hatte natürlich Rotkäppchen-Sekt im Glas. Daraus nahm er einen kräftigen Schluck, ehe das Glas traditionell als Zeichen des Glücks für Bauherren und künftige Nutzer auf den Boden geworfen wurde.

„Und was wird nun aus den Scherben, wer macht die weg?“, wollte prompt einer der kleinen „Grashüpfer“ wissen. Das wird natürlich aufgeräumt, erfuhr der Knirps. Kita-Leiterin Ines Vesser lachte und führte die Kinder dann an kleine Tische, auf denen Teller mit Plätzchen standen. Die Scherben waren schnell wieder vergessen. Für die Erwachsenen wurde Glühwein ausgeschenkt, sodass dann alle noch einmal auf die Kita-Erweiterung anstießen. Bürgermeister Tobias Meier (FDP) dankte allen Beteiligten für die zügige Umsetzung des Vorhabens, der Zuwachs an Betreuungsplätzen sei auch dringend notwendig.

Junge Familien ziehen nach Taucha

„Mit dieser Kita-Erweiterung sowie dem geplanten Anbau an der Diakonie-Kindertagesstätte erreichen wir eine deutliche Verbesserung in der Betreuung. Wir sind eine kinderreiche Stadt, haben eine hohe Geburtenrate und nach wie vor viele Zuzüge von jungen Familien“, sagte Meier. Das sei eine schöne Situation, der sich die Stadt stelle und die bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen aber auch viel Kraft koste.

Als Stadtrat der ersten Stunde nach der Wende freute sich Thomas Kreyßig (SPD) über diese Entwicklung und den Kinderreichtum in Taucha. „Klar profitieren wir zur Nähe von Leipzig. Aber Taucha ist als Stadt auch so attraktiv, dass viele zu uns ziehen wollen. Es zahlt sich aus, dass wir in der Vergangenheit parteiübergreifend im Stadtrat viele Beschlüsse für eine gute Bildungslandschaft gefasst haben“, sagte der 74-Jährige.

Investition ohne Fördermittel

In dem „Grashüpfer“-Anbau entstehen auf 183 Quadratmeter Nutzfläche drei Gruppenzimmer, ein Bad, die Garderobe sowie ein geräumiger Spielflur. Da laut Gesetz pro zwölf Kinder eine Vollzeitkraft zur Betreuung vorgesehen ist, bedeutet die Kita-Erweiterung auch die Schaffung von drei neuen Arbeitsplätzen. Die von der Arbeiterwohlfahrt betriebene Einrichtung verfügt nach der Erweiterung über 108 Kindergarten- und 50 Krippenplätze.

Auf dem Bauschild steht der Satz „Hier investiert die Stadt Taucha in unsere Zukunft“ – und das zu 100 Prozent. Denn die Kosten in Höhe von 650 000 Euro für den Bau und 20 000 Euro für die Möbel trägt die Stadt allein, Fördermittel kommen nicht zum Einsatz. Ebenso muss noch die Außenanlage hergerichtet und finanziert werden.

Von Olaf Barth

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