Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Taucha Spendenrekord nach Weihnachtsoratorium
Region Taucha Spendenrekord nach Weihnachtsoratorium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:00 28.12.2017
Mit einer beeindruckenden Aufführung der drei ersten Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach begeisterten die Mitwirkenden das Publikum in der Tauchaer St. Moritz-Kirche. Quelle: Foto: Olaf Barth
Anzeige
Taucha

Die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium in Taucha vorige Woche war in mehrfacher Hinsicht eine besondere. Mit 3300 Euro erzielte die Kirchgemeinde St. Moritz Taucha-Dewitz-Sehlis ein Rekordergebnis an Spendeneinnahmen. Und mit rund 500 Gästen dürfte inoffiziell auch die Besucherzahl in der bis in die letzte Empore voll besetzten Kirche auf Rekordniveau liegen.

Nach der mit heftigem Applaus bedachten Aufführung der ersten drei Kantaten des Oratoriums hatte Bernd Klauer vom Kirchenvorstand um Spenden gebeten. Allerdings mit dem Zusatz, dass der bewusst gewählte freie Eintritt auch frei bleiben soll vor allem für jene, „die eine schmale Rente haben oder Hartz-IV-Empfänger sind“. Man freue sich, ihnen den Besuch des Weihnachtsoratoriums möglich gemacht zu haben. Alle anderen, denen es gut geht, sollten in sich gehen und freiwillig einen angemessenen Beitrag in die Kollekte legen. Dieser werde nicht etwa für die Profimusiker des Mitteldeutschen Kammerorchesters um Konzertmeister Andreas Hartmann verwendet. Die Musiker würden dankenswerterweise auf ihre Gage verzichten. Vielmehr werden die Einnahmen vom Verein Musica St. Moritz genutzt, um einen Teil der Kantorenstelle mitzufinanzieren und so weitere Konzerte auf hohem Niveau anbieten zu können. Wie das vorliegende Ergebnis beweist, verhallte die freundlich vorgetragene Bitte nicht ungehört.

Auch musikalisch war das Weihnachtsoratorium etwas Besonderes. Die Darbietungen des Chores, der Instrumentalisten und Solisten präsentierten sich auf hohem Niveau und bestens miteinander harmonierend, was nicht zuletzt auch ein Verdienst der Japanerin Kaoru Oyamada ist. Das fleißige Üben mit den 70 Sängerinnen und Sängern und die Hingabe des Orchesters sowie der Solisten garantierten den Erfolg. Die Kantorin leitete erstmals selbst das Weihnachtsoratorium, und das mit Bravour, wie sowohl der Kirchenvorstand als auch Mitwirkende bestätigten. Oyamada strahlte an dem Abend glücklich und teilte nun mit, das Oratorium im nächsten Jahr noch einmal leiten zu wollen. Wobei zu ihrer Premiere eine weitere Besonderheit zu erwähnen ist: Am Tag vor dem Oratorium mussten zwei erkrankte Solisten absagen.

„Zum Glück haben wir mit Leipzig eine Stadt, in der es viele exzellente Sänger gibt“, sagte Klauer vor dem Konzert dankbar und korrigierte die im Flyer aufgeführten Namen: Für Manja Raschke (Alt) und Falk Hoffmann (Tenor) sprangen kurzfristig Alexandra Schmidt sowie Youngkeun Kim ein und komplettierten somit das außerdem aus Anne Glockner (Sopran) und Gun Wook Lee (Bass) bestehende Solisten-Quartett. Dieser ungeplante Personalwechsel wurde auf so hohem qualitativen Niveau vollzogen, dass es für alle Vier nach dem Oratorium begeisterten Beifall gab.

Von Olaf Barth

Taucha Freistaat gibt Fördermittel - Stadt Taucha aktualisiert ihr Radwegekonzept

Die Stadt Taucha hat ihr Radwegekonzept aktualisiert und das im Dezember mit einem Stadtratsbeschluss untersetzt. Das war eine Voraussetzung dafür, um für mögliche Projekte Fördermittel des Freistaates bekommen zu können.

28.12.2017

Am Rande eines Feldes zwischen Dewitz und Plösitz steht ein Haus, das alljährlich zur Weihnachtszeit wegen seines Lichterschmuckes die Blicke auf sich zieht. Spaziergänger nennen es nun schon das „Weihnachtshaus“ von Taucha.

24.12.2017

Für die neue Fußweg- und Radfahrerbrücke am sogenannten Tauchaer Weinberg wurde ein wichtiger Arbeitsschritt noch vor der Weihnachtspause geschafft: Die beiden Widerlager stehen bereits.

20.12.2017