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Taucha Stadtrat kann nun Umzug der Skateranlage beschließen
Region Taucha Stadtrat kann nun Umzug der Skateranlage beschließen
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14:33 11.03.2019
April 2017: Vor mittlerweile fast zwei Jahren schon hatten Niels Gehrke (links) und Tomasz Borawski von den Mimo-Trails einen neuen Standort für Tauchas Skateranlage ins Auge gefasst. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Wer gedacht hatte, man hievt einfach mal die paar Halfpipes und Rampen per Kran auf einen Lkw und kutscht das Ganze von A nach B, hat die Rechnung ohne die deutsche Bürokratie und das Landratsamt Nordsachsen gemacht. Denn für das Aufstellen der Skateboard-Freizeitanlage am neuen Standort wurde vom zuständigen Bauordnungs- und Planungsamt ein umfassendes Bebauungsplan-Verfahren verlangt. Was natürlich völlig korrekt und vorschriftsmäßig ist. Nur den Jugendlichen, die seit Langem darauf warten, dass der schon seit gut zwei Jahren im Gespräch befindliche schlichte Standortwechsel vonstatten geht, leuchtet das alles nicht so richtig ein.

Sportler hoffen auf schnellen Umzug

„Es ist schwer nachzuvollziehen, dass das so langsam vorangeht und man dann monatelang gar nichts mehr von dem Vorhaben hört“, sagt Niels Gehrke von den unter dem Dach der TSG 1861 Taucha trainierenden Radsportlern. Sie hatten initiiert, die Anlage an ihrem Standort mit zu betreuen und auch für geregelte Zugangszeiten und Ordnung zu sorgen. Am jetzigen Areal hatte es immer wieder Beschwerden von Anwohnern wegen Lärm und Verunreinigungen, so auch auf dem benachbarten Sportplatz, gegeben. „Natürlich wären wir sehr froh, wenn es jetzt so schnell wie möglich mit der Umsetzung vorangehen würde. Einigen läuft schon die Zeit davon, denn das ist ja auch so etwas wie eine Extremsportart, die man nicht allzu viele Jahre betreiben kann oder will“, gibt der 24-Jährige zu bedenken.

Momentan stehen die Zeichen gut, sofern der Stadtrat grünes Licht gibt. Ihm liegen nun unter dem Titel „Nachnutzung Brachfläche Gerichtsweg/Matthias-Erzberger-Straße“ sowohl der Abwägungsbeschluss als auch der Satzungsbeschluss vor. Am Donnerstag können in der öffentlichen Stadtratssitzung die Abgeordneten darüber abstimmen und das Vorhaben voranbringen. Die Brachfläche in Nachbarschaft der Kleingartenanlage „Einigkeit“ wurde bisher vom Bauhof zur Lagerung von Baustoffen und anderen Dingen mit genutzt. Gleich nebenan befindet sich schon die Mountainbike- und BMX-Sportanlage der Mimo-Trails, die dort auch schon erfolgreich Wettkämpfe durchgeführt haben.

Stadt will Projekt voranbringen

Dass Stadtverwaltung und Stadtrat willens sind, das Projekt voranzubringen, wurde schon mehrfach, auch mit diesbezüglichen Entscheidungen bestätigt. Zum Beispiel wurden voriges Jahr bereits 8000 Euro für die angekündigte Umsetzung der Skateranlage gesichert. Die Summe gehörte zu den 70 000 Euro Fördermitteln, die der Freistaat den Kommunen zur freien Verwendung ausgegeben hatte. Dass der Umzug der Anlage nun wirklich bevorstehen könnte, dafür spricht auch die Tatsache, dass am 25. April der erste Spatenstich für die Sanierung des Sport- und Freizeitzentrums in der Kriekauer Straße vollzogen werden soll. Das jetzige Areal der Skateranlage könnte bei dem Vorhaben benötigt werden.

Allerdings deutet Bürgermeister Tobias Meier (FDP) noch ein ganz anderes, das dann wahrscheinlich wirklich letzte Problem an: „Wenn die Anlagen erst mal am Haken hängen, werden wir sehen, wie sie noch in Schuss und ob sie transportabel sind.“ Fest steht schon im Vorfeld, dass am neuen Standort dann auch wieder eine Tüv-Abnahme stattfinden muss. Aber hier könnten ja die Jugendlichen, wie von ihnen angekündigt, ins Spiel kommen und bei notwendigen Arbeiten mit Hand anlegen.

Von Olaf Barth

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