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Taucha Städtische Polizeibehörde zeigt mehr Präsenz
Region Taucha Städtische Polizeibehörde zeigt mehr Präsenz
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10:01 11.05.2019
Die Tauchaer Gemeindevollzugsbediensteten können seit vorigem Jahr mit dem neuen Dienstfahrzeug mehr Präsenz in der Stadt und den Ortsteilen zeigen. Quelle: Foto: Reinhard Rädler
Taucha

Schon wieder Hakenkreuze, Schmierereien jeglicher Art, Ruhestörung, Müll, Glasscherben: Die Bastei im Stadtpark, die neue Schutzhütte in der Auenstraße und der Schöppenteich sind Treffpunkte von Gruppen Jugendlicher für Trinkerfestspiele und Schmierereien. Aber es gibt weitere Tatorte im Stadtgebiet. „Es kommen Grüppchen von 20 bis 30 hauptsächlich jungen Leuten infrage, wir kennen einige, müssen aber die Straftaten nachweisen können“, erklärt Jens Rühling, Fachbereichsleiter für Öffentliche Sicherheit und Soziales im Tauchaer Rathaus. Anzeigen gegen Unbekannt wegen Hakenkreuz-Schmierereien oder Ähnlichem würden wegen fehlender Ermittlungsergebnisse keine Wirkung zeigen.

Deshalb seien Stadt und Ermittlungsbehörden auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. „Wer sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Ermittlung der Täter führen, erhält 500 Euro Belohnung“, gibt Bürgermeister Tobias Meier (FDP) nun bekannt. Durch den Vandalismus an öffentlichen Einrichtungen und Plätzen entstünden der Stadt Schäden in vielfacher Höhe. Ein zweiter Schritt, um dem Wüten der oft angetrunkenen Personen Einhalt zu gebieten, sei der Erlass einer Benutzungsordnung für alle öffentlichen städtischen Plätze. So, wie das bereits an der Festwiese der Fall ist. Das soll noch vor den Sommerferien im Stadtrat beschlossen werden.

Über Videoüberwachung wird nachgedacht

„In Ferienzeiten nehmen Vandalismus und Schmierereien immer zu, wie auch über Ostern zu beobachten war. Mit der Benutzungsordnung samt Verbot von Alkoholgenuss an diesen Plätzen hat dann unsere Polizeibehörde eine Handhabe, um Platzverweise aussprechen oder Personalien feststellen zu können“, begründet Meier das Vorgehen und ergänzt: „Wir haben nichts dagegen, wenn Leute mal auf der Wiese Picknick machen und Prosecco trinken. Auch sonst kann es nach Anmeldungen jederzeit Ausnahmeregelungen geben. Aber wir wollen grundsätzlich gegen Trinkgelage und Vandalismus an diesen Plätzen vorgehen.“ Auch über punktuelle Video-Überwachung werde nachgedacht, bestätigte Meier auf LVZ-Nachfrage, wenngleich er selbst das aus Datenschutzgründen kritisch sehe. Das neue Polizeigesetz würde dies ab dem nächsten Jahr aber vereinfachen. Eine teure Angelegenheit bleibe es dennoch.

Entsprechende Kontrollen auf Straßen und Plätzen sind auch eine Aufgabe der „Polizeibehörde Taucha“. Der Freistaat hatte einige hoheitliche Aufgaben den Kommunen übertragen und Taucha deshalb seinen Gemeindevollzugsdienst von zwei auf fünf Personen aufgestockt und technisch aufgerüstet. Die erweiterten Dienstzeiten erhöhen bereits das Sicherheitsgefühl der Tauchaer, heißt es in einer ersten Zwischenbilanz.

Hinweisen wird nachgegangen

„Wir erhalten positive Reaktionen zum Beispiel in den Ortsteilen, wenn wir dort Streife laufen“, sagt Marcel Möckel. Dann komme es zu Gesprächen, gebe es Hinweise, wo mal die Geschwindigkeit kontrolliert werden müsste oder wo wieder illegal Müll abgeladen wurde. Nicht gut zu sprechen auf die Polizeibehörde sind in der Regel jene, die wegen zu hoher Geschwindigkeit oder wegen falschen Parkens zur Rechenschaft gezogen werden. „Zustimmung und Ablehnung halten sich da die Waage“, so Möckel.

Die Kontrolle parkender Autos und das Messen von Geschwindigkeit machen 60 Prozent der Aufgaben der Polizeibehörde aus. Aber auch die Durchsetzung der verschiedenen Satzungen und Vorschriften etwa für Hundehalter, zur Straßenreinigung, bei Versammlungen und vielem mehr gehören für die Polizeibehörde dazu. Ebenso das Nachgehen von Hinweisen aus der Bevölkerung. „Wir stellen jetzt mehr Verstöße fest und können so für mehr Ordnung sorgen. Das hat andererseits aber auch mehr Bearbeitungsaufwand in der Behörde zur Folge“, sagt Rühling abschließend.

Von Olaf Barth

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