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Taucha Taucha: Trassen-Suche für neue B 87 geht weiter
Region Taucha Taucha: Trassen-Suche für neue B 87 geht weiter
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07:01 12.06.2019
Die B 87 Richtung Eilenburg und Torgau führt mitten durch Taucha, wo es im Berufsverkehr regelmäßig zu teils langen Staus kommt. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Die Suche nach einer neuen B 87-Trasse in oder bei Taucha bleibt schwierig. Während des noch laufenden Bürgerbeteiligungsverfahrens gab auch außerhalb dieser Beratungen Stellungnahmen des BUND und von Bürgerinitiativen. Darin wurde entweder der Sinn eines Neubaus unter anderem zugunsten eines besseren öffentlichen Nahverkehrs ganz infrage gestellt oder gegen bestimmte Trassenverläufe Stellung bezogen. Sowohl bei der untersuchte Südvariante durch die Parthenaue als auch mit Blick auf die Tunnelvariante durch Taucha gibt es teils heftigen Widerstand.

Online-Dialog abgeschlossen

Dennoch hofft die mit der Planung beauftrage Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), dass am Ende ein tragfähiger und umsetzbarer Kompromiss für eine neue B 87 gefunden wird. Rund 500 Wortmeldungen gab es allein beim zweiten Online-Dialog, bei dem sich jeder zu den bisherigen Ergebnissen der Planungswerkstätten äußern konnte. Die Kommentare unter den verschiedenen Themenschwerpunkten sind nachzulesen unter https://www.b87-im-dialog.de/dialog/2-online-dialog-zwischenergebnisse-der-planungswerkstaetten. So wurde zu den Themen „Verkehrliche Wirkung“, „Schutzgut Mensch“, „Umweltaspekt“ sowie „Nutzen und Kosten“ einerseits zur Südvariante und andererseits zu einer bestandsnahen Variante diskutiert.

„Ich hatte schon zur Eröffnungsveranstaltung gesagt, dass es Widerstand geben wird – egal welche Variante kommt. Deshalb ist auch die jetzige Diskussion nicht verwunderlich. Es war klar, dass das für uns eines der schwierigsten Projekte überhaupt wird“, sagte am Dienstag Deges-Abteilungsleiter Werner Breinig. „Deshalb haben wir ja von vornherein auf Bürgerbeteiligung bei der Trassenuntersuchung gesetzt, mehr basisdemokratische Mitsprache geht nicht. Dennoch muss jedem klar sein, dass über ein Straßenbauprojekt nicht demokratisch abgestimmt wird.“

Widerstand gegen Tunnel überrascht

Der teils heftige Widerstand nicht nur gegen die schon aus Umweltschutzgründen schwierig zu realisierende Parthenaue-Variante, sondern auch gegen eine bestandsnahe Tunnelvariante durch Taucha sei dann aber doch etwas überraschend gewesen: „In anderen Städten gehen die Menschen auf die Straße, um endlich einen Tunnel und Entlastung zu bekommen“, sagte der 50-Jährige.

Nach der Auswertung des zweiten Online-Dialoges werden die Ergebnisse in der nächsten Planungswerkstatt vorgestellt und diskutiert. Im September wird es dann eine Bürgerveranstaltung geben. Ende des Jahres entscheidet sich, ob es weitergeht, oder angesichts der Widerstände gegen jeden Vorschlag jemand die Reißleine zieht. Dann würde alles so bleiben, wie es ist. Der jetzige Versuch sei dann auf lange Sicht der letzte gewesen, an der Verkehrssituation auf der B 87 in Taucha etwas zu ändern. Breinig: „Das glaube ich aber nicht. Es geht bei solchen Infrastrukturprojekten oft nicht einvernehmlich zu. Gegebenenfalls muss es am Ende juristisch ausgefochten werden.“

Auch Befürworter sollen sich melden

Breinig würde sich allerdings wünschen, dass im Vorfeld ein Konsens erzielt wird. Er wünsche sich deshalb, dass sich im aktuellen Verfahren auch mehr Bürger melden, die nicht nur sagen, wogegen sie sind, sondern für welche Variante sie plädieren und weshalb. „Wer welche Gründe gegen welche Variante hat, ist nun bekannt. Und ob diese Gruppen oder Initiativen aber nur besonders laut und heftig ihren Standpunkt vertreten, oder tatsächlich auch für einen großen Teil der Bürgerschaft sprechen, ist mmer ersichtlich“, sagte der Deges-Vertreter. Er setze seine Hoffnungen weiter in die Planungswerkstätten, mit deren Verlauf er sehr zufrieden sei. „Die 30 Teilnehmer arbeiten gemeinsam auf höchstem Niveau. Das ist ein sehr konstruktives Miteinander, auch zwischen Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen. Es hat uns sehr positiv überrascht, wie sachlich hier miteinander diskutiert wird.“

Von Olaf Barth

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