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Taucha Taucha geht mit einem Rekord-Haushalt ins neue Jahr
Region Taucha Taucha geht mit einem Rekord-Haushalt ins neue Jahr
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18:04 31.01.2019
Der Anbau an der Kita „Grashüpfer“ soll bis zum Sommer fertig werden und findet sich im diesjährigen Haushaltsplan wieder. Quelle: Foto: Olaf Barth
Taucha

Wenn Kämmerer den Haushalt einer Kommune vorstellen, dann sind ihnen in der Regel diese Aussagen wichtig: Das Zahlenwerk ist gesetzeskonform und genehmigungsfähig sowie die Stadt ist liquide und kann jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Auch Tauchas Kämmerer Marcus Rietig legt auf diese Feststellungen viel Wert. Für den diesjährigen Haushalt treffen sie erneut zu. „Die Leistungsfähigkeit von Taucha ist bis zum Jahr 2022 durchgängig gesichert“, stellt Rietig fest.

Allerdings ist der Haushalt nicht ausgeglichen und weist laut Vorbericht ein Minus in Höhe von rund 285 000 Euro aus. Das liegt an der seit Einführung der Doppik notwendigen Einberechnung der nicht zahlungswirksamen Aufwendungen für Abschreibungen. Ohne diesen Punkt würde der Haushalt ein Plus in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro aufweisen. Unterm Strich steht entsprechend gesetzlicher Vorgaben im Umgang mit der Abschreibungsproblematik dennoch die Genehmigungsfähigkeit des Tauchaer Haushaltsentwurfes. Alle dafür notwendigen Kriterien, wie die dauernde Leistungsfähigkeit, werden erfüllt.

Bis 2022 werden 40 Millionen Euro investiert

Zu Tauchas Leistungsfähigkeit 2019 gehört nicht nur die Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen zum Beispiel für die Kredittilgung nachzukommen, sondern auch die Situation, Investitionsvorhaben umsetzen zu können. Mit insgesamt mehr als 34 Millionen Euro umfasst Tauchas Haushalt ein Volumen so hoch wie noch nie zuvor. Rund 11,1 Millionen Euro dieses Rekordhaushaltes werden für die Realisierung von Investitionen ausgegeben. Bis zum Jahr 2022 sollen insgesamt fast 40 Millionen Euro in Taucha investiert werden. In diesem Jahr stehen zum Beispiel Ausgaben für den Anbau an der Kita „Grashüpfer“ in Höhe von 100 000 Euro (625 000 Euro bereits 2018) sowie 5,1 Millonen Euro für die Erweiterung der Regenbogenschule im diesjährigen Haushaltsplan. Einige weitere ausgewählte Ausgaben-Schwerpunkte für Investitionen 2019 sind:

375 000 Euro Investitionszuschuss für die Erweiterung des Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Haus II am Kirchplatz;

270 000 Euro für die Planung und Ausschreibung eines Grundschulneubaus an der Friedrich-Ebert-Wiese;

655 000 Euro für den in diesem und nächsten Jahr geplanten Bau eines Radweges zwischen Merkwitz und Seegeritz;

720 000 Euro für die Sanierung der Theodor-Körner-Straße;

250 000 Euro als Investitionszuschuss für das Parthebad;

500 000 Euro für Baumaßnahmen und Sanierungen im Rittergutsschloss im Rahmen des Förderprogrammes „Brücken in die Zukunft“;

Steuern werden nicht erhöht

Taucha kann in diesem Jahr mit höheren Steuereinnahmen vor allem bei der Gewerbesteuer rechnen. Wurden zum Beispiel für 2018 4,95 Mio Euro eingeplant, kamen am Ende 6,4 Millionen Euro zusammen. Rietig bevorzugt dennoch eher eine defensive „realistische“ Schätzung für 2019 in Höhe von 5,1 Mio Euro. Insgesamt erwartet Taucha 14,1 Mio Euro Einnahmen aus Steuern sowie 8 Mio Euro aus Zuweisungen und Zuschüssen. Die Steuerhebesätze in der Stadt bleiben unverändert.

Zu den Ausgaben abseits der Investitionsvorhaben gehören zum Beispiel 6,2 Mio Euro Kreisumlage sowie rund 811 000 Euro für steigende Bewirtschaftungskosten für Schulen, Kitas und Sporthallen.

Die Verschuldung Tauchas liegt aktuell bei rund 5 Mio Euro, eine Million weniger als 2018. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 312 Euro pro Einwohner. Die Neuverschuldung für 2019 wird mit 3,6 Millionen Euro ausgewiesen, Kredite dürfen in Höhe von bis zu 4,3 Mio Euro aufgenommen werden.

Von Olaf Barth

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