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Taucha Tauchas Feuerwehr feiert Übernahme des modernen HLF 20
Region Taucha Tauchas Feuerwehr feiert Übernahme des modernen HLF 20
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07:01 08.07.2019
Mit Flex, Helm und Schutzbrille muss Bürgermeister Tobias Meier vor der offiziellen Indienststellung des neuen Fahrzeuges ein symbolisches „Band“ durchtrennen. Quelle: Olaf Barth
Taucha

Die feierliche Übergabe des neuen Hilfslöschfahrzeuges 20 (HLF 20) gestaltete sich am Sonnabend vor dem Tauchaer Gerätehaus zu einem kleinen Volksfest. Die von der Freiwilligen Feuerwehr Taucha angekündigte Technik-Schau hatte viele Parthestädter und Gäste aus dem Umland mit ihren Kindern angelockt. Gleichzeitig erlebten die Besucher eine kleine Übergabe-Schau mit manchen Überraschungen. Zunächst bat Stadtwehrleiter Cliff Winkler allerdings um eine Schweigeminute für den seit 1982 zur Wehr gehörenden Kameraden Gerald Busch, der am Vorabend nach längerer Krankheit 53-jährig verstorben war.

Viel Programm hatten sich die Tauchaer Feuerwehr-Kameraden zur Übergabe ihres neuen Fahrzeuges ausgedacht. Hier einige Eindrücke vom Tag:

Ruhestand für altes Fahrzeug

Auch in dessen Sinne, so Winkler, werde die Veranstaltung fortgesetzt. Während des offiziellen Teils mit Dankesreden des Wehrleiters, des Bürgermeisters Tobias Meier, des Landratsamt-Vertreters Jens Kabisch sowie einem von Werner Dölz übermittelten Gruß der Bürgerschützengesellschaft war von dem neuen, hochgelobten Fahrzeug nichts zu sehen. Die Wehr wollte erst das alte Fahrzeug würdig in den „Ruhestand“ schicken. „Viele von uns haben auf dem 1993 gebauten Löschfahrzeug ihren ersten Einsatz oder auch ihre Grundausbildung erlebt. Wir nannten es nur ,Hasenkiste“, weil es unser erstes schnelles Feuerwehrauto war und vorn bald ein kleiner Hase als Maskottchen hing. Mach’s gut, Hasenkiste“, sagte Winkler dem Fahrzeug nach einem „viertel Jahrhundert treue Dienste“ und 42 100 gefahrenen Kilometern Lebewohl.

Oldtimer und Martinshorn

Nun öffnete sich unter großem Brimborium ein bisher verschlossenes Tor, aus dem endlich das neue Fahrzeug rollen sollte. Doch als sich der Disco-Nebel lichtete, erblickten die gespannten Besucher ein S 4000 LF 16 – Baujahr 1969. Das war der Vorgänger der „Hasenkiste“, nicht der Nachfolger. Drei in historischer Kluft aus dem Fahrzeug steigende Mitglieder des Panitzscher Vereins Feuerwehrhistorik grinsten schelmisch. Winklers Coup war geglückt. Doch bald darauf steuerte Maschinist Maik Friedrich tatsächlich mit Martinshorn und unter den Scheinwerfern eingeschalteten Wassersprühbalken das HLF 20 auf den Hof. Rund 470 000 Euro hat es gekostet. Taucha selbst investierte 225 000 Euro aus dem städtischen Haushalt, der große Rest wurde mit Fördermitteln des Freistaates bezahlt. Vor der offiziellen Indienststellung des HLF 20 bat Winkler das Stadtoberhaupt um einen symbolischen Banddurchschnitt. Das „Band“ war ein alter, auf einem Sägebock gelegter Feuerwehrschlauch.

Besonders fester Feuerwehrschlauch

Mit der gereichten kleinen Säge kam Meier nicht weit. Deshalb erhielt auch gleich für das derbe Material eine Flex, dazu Helm und Schutzbrille. Von Jackett und Schlips befreit, legte Meier los und hatte mächtig zu tun. Denn die Kameraden hatten im Schlauch noch ein Stück Metallrohr versteckt – so einfach sollte es der Bürgermeister ja nicht haben. Als der Schnitt endlich geschafft war, stellte Meier das Fahrzeug „hiermit offiziell in Dienst“.

Zahlreiche Mitglieder befreundeter Wehren, Kinder, Jugendliche und deren Eltern schauten sich nun dieses und andere Fahrzeuge von innen und außen genau an. Die Tauchaer und Merkwitzer Kameraden standen Rede und Antwort, ebenso die Jugendwehr. Auch der Katastrophenschutz des Landkreises präsentierte einige Fahrzeuge. Die ganz kleinen Gäste tobten derweil auf der Hüpfburg, im Gerätehaus wurde Fassbier und rote Brause ausgeschenkt oder selbst gebackener Kuchen von der Frauengruppe der Wehr gereicht.

Von Olaf Barth

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