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Taucha Tierpaten sorgen für glückliche Kühe auf der Tauchaer Weinbergwiese
Region Taucha Tierpaten sorgen für glückliche Kühe auf der Tauchaer Weinbergwiese
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07:01 16.09.2019
Der zwölfjährige Kajetan Pudmensky hat keine Angst vor großen Tieren. Schließlich gab’s von ihm ein Leckerli. Quelle: Reinhard Rädler
Taucha

Die Weinbergwiese Am Schmiedehöfchen in Taucha bietet dem Spaziergänger mit den dort weidenden Galloway-Rindern ein friedliches Bild. Nachdem 2014 die ersten Rinder vom Parthelandwiesen-Verein auf dem etwa 5,5 Hektar großen Areal angesiedelt wurden, weiden heute hier fünf zur Rasse der Schottischen Hochlandrinder gehörende Bullen und Kühe im Alter von zehn Monaten bis zu sieben Jahren in fast dörflicher Idylle.

Natur und gesundes Fleisch

Und dass das so ist, dazu tragen neben den zehn Vereinsmitgliedern auch acht Tierpaten bei, die am Sonnabend zu einem Patenschaftstag eingeladen waren. „Wir unterstützen diese Idee gerne, denn wir tun damit der Natur etwas Gutes, haben aber auch selbst einen Nutzen, denn mit der Patenschaft erwerben wir ein Achtel Anrecht auf den Fleischanteil bei der Schlachtung“, sagte Tierpatin Silvia Meier. „Ich komme zudem sehr oft hierher und genieße Anblick der Tiere in der freien Natur“, ergänzte Ehemann Thomas.

Die Wiese zwischen Taucha und Plösitz zählt zum Parthe-Überschwemmungsgebiet. „Die artgerechte Haltung unserer Rinder steht im Einklang mit der Biotop-Pflege in diesem Gebiet, wodurch wir hier wieder eine Artenvielfalt in Flora und Fauna erreichen konnten. Die Rinder leben hier in der Natur in ganzjähriger Weidehaltung völlig ohne Stress“, erklärte Thomas Schade, der als Vorsitzender vom Parthelandwiesen-Verein mit seinen Mitstreitern die kleine Herde betreut.

Freilandhaltung sonst nicht wirtschaftlich

„Die Freiland-Tierhaltung ist für den Betreiber aus heutiger Sicht unter den derzeitigen Marktverhältnissen leider nicht wirtschaftlich. Mit Tier-Patenschaftsmodellen kann die Freilandtierhaltung aber weitestgehend kostendeckend betrieben werden“, sagte Axel Weinert vom Zweckverband Parthenaue. Der Parthelandwiesen-Verein arbeitet in enger Projektpartnerschaft mit der TU Dresden und dem Professor-Hellriegel-Institut Bernburg zusammen. „Wir haben in Taucha mit der Schafshaltung von André Wolf nun schon das zweite Patenschaftsprojekt. Wir merken, die Modell-Idee trägt Früchte“, freute sich Sascha Fritzsche, der das Projekt auf der Weinbergwiese am Anfang begleitet hatte und zum Patenschaftstag extra aus der Saalestadt nach Taucha gekommen war.

Fleisch verdampft nicht in der Pfanne

Auch Achim Teichmann hat eine Patenschaft übernommen. „Wenn ich sehe, wie gut es den Tieren geht, unterstütze ich die Projektidee gerne“, zeigte sich der Tauchaer vom Nutzen überzeugt. Für das kommende Jahr hat er sich jedenfalls schon die nächste Tierpatenschaft gesichert.

Dass die Tierpaten mit ihrem Fleischanteil eine gute Qualität erwerben, versicherte Dominik Pudmensky, der im Verein unter anderem für das Technische zuständig ist: „So, wie das Fleisch in die Pfanne kommt, so bleibt es im Volumen auch erhalten“, bescheinigte der Tauchaer dem Endprodukt quasi einen Gütesiegel. Bei einer Kostprobe verschiedener Knackwurstsorten konnten sich die Besucher des Patenschaftstages schon mal von der schmackhaften Qualität des Fleisches überzeugen.

Von Reinhard Rädler

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