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Wurzen 13. Dorfkirchennacht mit Musik und Ohr am Volk
Region Wurzen 13. Dorfkirchennacht mit Musik und Ohr am Volk
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14:18 07.07.2019
An der Erdmannshainer Kirche hat Naunhofs Pfarrer Norbert George zu einem meditativ geführten Gang durch das Wiesenlabyrinth eingeladen. Quelle: Roger Dietze
Wurzen/Naunhof

Zwei Schritte vor und einen zurück: Der Rat, den Thomas Kupsch den Gästen der Nitzschkaer Lukaskirche am Sonnabendabend in dem auf das 15. Jahrhundert datierten Gotteshaus gab, er wollte erst einmal koordinativ umgesetzt sein. „Die Langsamkeit lässt mehr sehen und erfahren“, begründete das Mitglied der Kirchgemeinde Wurzen und Kühren-Burkartshain, zu der auch Nitzschka gehört, seinen Ratschlag.

Eingebettet hatte der Mittsechziger diesen in einen Vortrag mit dem Titel „Ein Blick in die Schatztruhe der Geschichte“, den er im Rahmen der „Ökumenischen Nacht der offenen Dorfkirchen im Leipziger Land“ hielt. Diese fand am Sonnabend zum mittlerweile 13. Mal im Kirchenbezirk Leipziger Land zwischen Nepperwitz und Ramsdorf statt. „Ich bin mehr oder weniger dazu verpflichtet worden, mich intensiver mit der Geschichte unseres Gotteshauses und des Ortes zu beschäftigen, habe es aber nicht bereut, da ich viel dazugelernt habe“, meinte Thomas Kupsch.

Beginn im Kirchenbezirk Grimma

Dessen Engagement sowie das der Nitzschkaer Gemeinde im Ganzen steht stellvertretend für die gesamte vor knapp eineinhalb Jahrzehnten vom Mutzschener Pfarrer Henning Olschowsky initiierte und zunächst auf den Kirchenbezirk Grimma beschränkte Veranstaltungsreihe. „Ohne das ehrenamtliche Wirken zahlreicher Akteure würde es die vielen Angebote nicht geben“, sagte Koordinatorin Beate Schelmat-von Kirchbach. „Und trotz der rückläufigen Zahl der Gemeindemitglieder ist die der teilnehmenden Kirchgemeinden in den letzten Jahren erfreulich stabil geblieben.“ Ihr zufolge kommt in diesem anhaltend hohen Engagement nicht zuletzt der Stolz auf die jeweilige Gemeinde und das dazugehörige Kirchengebäude zum Ausdruck .

Themen aus dem öffentlichen Diskurs

Auffällig sei mit Blick auf das Programm zudem, dass die Gemeinden bei der Gestaltung ganz offensichtlich das „Ohr am Volk“ gehabt hätten. „Es sind doch auffallend viele Themen angeschnitten worden, die derzeit den öffentlichen Diskurs bestimmen“, schätzte die Pfarrerin der Kirchgemeinde Wyhratal bei Borna ein.

Die Albrechtshainer Kirche hat zur Dorfkirchennacht ebenfalls geöffnet. Quelle: Roger Dietze

Motto „Gerechtigkeit“ in Erdmannshain

In der Kirche Erdmannshain etwa stand die Nacht der offenen Dorfkirchen unter dem Motto „Gerechtigkeit“, welches mit der Grundgesetz-Ausstellung „Menschen und Rechte sind unteilbar“ mit Inhalt gefüllt wurde. Und in der Kirche Albrechtshain fand eine Vernissage zu der Fotoausstellung „Leben in Baumhäusern zum Erhalt des Hambacher Forstes“ statt.

Klangschalen in Beucha

Darüber hinaus wurde am Sonnabend in vielen Dorfkirchen ein buntes kulturelles Programm geboten, wobei die Palette vom Klangkonzert mit Tamburen, Gongs und Klangschalen in der Beuchaer Bergkirche über ein „Beseeltes Singen“ in der Kirche Klinga bis hin zu einem meditativ geführten Gang durch das Erdmannshainer Wiesenlabyrinth reichte. In vielen Gemeinden konnten die Besucher zudem die Türme der Gotteshäuser besteigen, in Nitzschka sogar mit der Taschenlampe zu vorgerückter Stunde. Wobei sie Thomas Kupsch mit der verbindenden Funktion seiner Lukaskirche zwischen den manchmal rivalisierenden Obernitzschka und Unternitzschka vertraut machte. „Unsere Kirche ist quasi wie eine Mutter, die ihre Kinder zu beiden Seiten um sich schart.“

Von Roger Dietze

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