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Wurzen 20 Jahre Eventmanager: Von der Schülerparty zur Disco im Wurzener Schloss
Region Wurzen 20 Jahre Eventmanager: Von der Schülerparty zur Disco im Wurzener Schloss
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12:03 31.07.2019
Begonnen hat alles mit einer Schülerparty: Seit 1999 organisiert Marcel Buchta nun schon Veranstaltungen und feierte unlängst seinen 20. Jahrestag. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen/Nischwitz

Schon die erste Party war ein Knaller. Gut 130 Gäste strömten seinerzeit ins Charleston nach Nischwitz – vor allem Schulkameraden und deren Freunde. Marcel Buchta erinnert sich noch gut an das „semi-öffentliche Debüt“, welches heute zwanzig Jahre zurückliegt. „Damals am 21. Juli 1999 begann eher durch Zufall meine Karriere als Eventmanager“, erzählt der 36-Jährige anlässlich seines Jubiläums. Diesen Tag feierte er kürzlich am selben Ort.

Die Anfänge im Musikcafé „Charleston“ in Nischwitz

Buchta streicht sich über den kahlen Kopf und grinst: „Mit 16 hatte ich noch volles Haar.“ Dann kramt er in seinen Erinnerungen, von denen es leider keine Bilder gibt. Gemeinsam mit Kumpel Thomas Zimmermann heckte er auf dem Sportplatz die Jahrgangsparty für die Zehntklässler des Lichtwer-Gymnasiums aus. Vater Frank half ihnen beim Veranstaltungsort. „Er kannte nämlich die Besitzer des Musikcafés Charleston – Thomas Woithon und Ingo Winkler.“ Sie ließen die beiden Abiturienten gewähren, und Buchta fing Feuer nach dem Erfolg. „Also fragte ich, ob wir weiterhin solche Art Feiern organisieren dürfen.“

Ab Oktober 1999 startete ein- bis zweimal im Monat eine Freitagsparty im Charleston. Vornehmlich für junges Publikum, „denn wir waren ja selber jung“. Außerdem, fügt der heute selbstständige Finanzberater an, gab es Ende der 90er-Jahre kaum etwas für seine Generation – höchstens im „Mirage“ in Röcknitz oder im „Nordlicht“ in Wurzen.

Open-Air-Event auf dem Gelände der alten Wutra

Als Veranstalter arbeitete Buchta stets nebenbei mit einigen Pausen, wie zum Beispiel während seiner Zeit bei der Bundeswehr von 1999 bis 2001. Danach bewarb sich der gebürtige Wurzener bei der Deutschen Bank. „Am Ende des Vorstellungsgespräches wurde mir gesagt, dass ich so leidenschaftlich über meine Passion sprach, dass sie Sorge hätten, ich breche die Ausbildung irgendwann ab.“ Letztlich absolvierte Buchta eine Lehre als Bankkaufmann bei der Sparkasse Muldental und bildete sich von 2005 bis 2008 zum Diplom-Kommunikationswirt an der Sächsischen Akademie der Werbung in Leipzig weiter.

Das "Charleston" in Nischwitz: Hier organisierte Marcel Buchta 1999 seine erste Schülerparty und feierte kürzlich am gleichen Ort seinen 20. Jahrestag als Veranstalter. Quelle: Kai-Uwe Brandt

„Ab da ging es wieder los.“ Mit zwanzig Freunden und Bekannten gründete Buchta den Verein Jugend- und Kulturförderung Wurzener Land – „vielleicht besser bekannt unter dem Namen Alte Wutra“. Denn auf dem Gelände in der Dresdener Straße 64 mietete das Team eine Halle hinter dem Firmensitz der früheren Huit Haus GmbH und ließ es hier im Sommer und Herbst 2005 bei zwei Open-Air-Veranstaltungen krachen. Doch schon im Dezember, einen Monat nachdem Besucher sogar über die Zäune kletterten, um dabei zu sein, war Schluss. „Es hieß, die Halle wird verkauft.“

Von Deutsch-Pop-Partys bis zu „Disco Royal“ im Wurzener Schloss

Alles in allem managte Buchta im Laufe der zwei Jahrzehnte über 60 Events, selbst als sich 2011 der Verein auflöste und er ebenfalls die Sparkasse verließ, um ein neues berufliches Standbein aufzubauen. Das Hobby wurde bis 2013 zur Nebensache. „Ich konnte es aber nicht lassen und organisierte danach mit meinem Geschäftspartner Dirk Preußler aus Grimma von April bis August im Charleston das Veranstaltungsformat TanzTee 2.0.“ Zur letzten Etappe seiner Karriere, so Buchta, zählten ab 2016 Schlager- und Deutsch-Pop-Partys sowie die Disco Royal im historischen Ambiente des Wurzener Schlosses.

Die Jubiläumsfete im Charleston am 20. Juli endete jedenfalls für den 36-Jährigen, der mit seinen Eltern bis 1995 in Offenbach lebte, erst am Sonntagmorgen kurz nach acht Uhr. „Es ist meine vorerst letzte Veranstaltung gewesen“, kündigt Buchta an, der wohl selbst nicht so recht daran glauben will. Er legte nämlich die Betonung auf „vorerst“.

Von Kai-Uwe Brandt

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