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Wurzen Adventsgemeinde lädt zum Eritreischen Abend in Wurzen ein
Region Wurzen Adventsgemeinde lädt zum Eritreischen Abend in Wurzen ein
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18:36 20.03.2019
Signierstunde mit dem Autor: Zur vergangenen Veranstaltung der Adventsgemeinde stellte Zekarias Kebraeb in Wurzen sein Buch „Hoffnung im Herzen“ vor. Quelle: Archiv
Wurzen

Vor zweieinhalb Jahren fand in den Räumen der Wurzener Adventsgemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten der erste „Eritreische Abend” statt. Seither entwickelte sich dieses Format zu einem öffentlichen Forum, in dem sich Einheimische und Ausländer auf Augenhöhe begegnen konnten und Integration erlebbar wurde. Unter anderem mit Informationen über Land und Leute, eritreischem Essen, Fluchtgeschichten, afrikanischer Musik und nicht zuletzt im vergangenen November über die Buchlesung mit Zekarias Kebraeb und Marianne Moesle.

Vierte Auflage des Eritreischen Abends setzt neuen Akzent

Die vierte Auflage, so Jörg Wietrichowski vom Projekt „Gemeinsam für Flüchtlinge“, möchte nunmehr einen ganz anderen Akzent setzen. „Mit der kurzzeitigen Grenzöffnung Eritreas zu Äthiopien haben Abertausende dieses Zeitfenster zur Flucht genutzt, viele von ihnen wollten nach Europa, sind aber in Äthiopien oder Libyen gestrandet“, erläutert Wietrichowski den Hintergrund. Während in den vergangenen Jahren über 61 000 Eritreer nach Deutschland kamen, sank die Zahl zuletzt auf 400. Schließlich weckte die Grenzöffnung und der Friedensvertrag mit Äthiopien bei vielen große Hoffnung auf politische Veränderungen in Eritrea, die sich jedoch bis heute nicht erfüllten.

Andreas Bräuer lebte in den 80er-Jahren in Asmara

„Der promovierte Physiker Andreas Bräuer aus Schlöben in Thüringen hielt sich mit seiner Frau Carmen und ihren zwei kleinen Kindern, damals drei und sechs Jahre alt, in den 80er-Jahren in Asmara, der Perle und Hauptstadt Eritreas auf“, stellt Wietrichowski seinen Gast und Referenten vor, der am 30. März den Abend in der Nemter Straße 31 bereichern wird. Bräuer arbeitete drei Jahre lang als Dozent an der Universität von Asmara und seine Frau unterrichtete die Kinder der vier DDR-Familien, die zur sogenannten Bruderhilfe in das damals sozialistisch geprägte Äthiopien entsandt worden waren.

Erlebnisbericht über den jüngsten Einsatz im Januar

Seit 2015 sind sie beide jeweils einmal im Jahr mit einem Team der deutschen Hilfsorganisation Verein „Hammer Forum“ in Asmara, welche sich seit 1991 der medizinischen Versorgung von Kindern in Krisengebieten verschrieben hat, um dort eine Klinik für Brandverletzte aufzubauen.

„Neben seinen Erlebnissen vom jüngsten Einsatz im Januar 2019 berichtet Andreas Bräuer auch von seinen Eindrücken über die politischen Entwicklungen“, informiert Wietrichowski. Im Anschluss sei dann eine Podiumsdiskussion geplant. Finanziell und ideell unterstützt wird die Veranstaltung der Adventsgemeinde vom Ausländeramt des Landratsamtes. Beginn ist 19 Uhr.

Eritreischer Abend 4.0, Vortrag und Podiumsdiskussion mit Andreas Bräuer am 30. März ab 19 Uhr in den Räumen der Adventsgemeinde Wurzen, Nemter Straße 31

Von Kai-Uwe Brandt

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