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Wurzen Alte Antriebstechnik bei Dampf am Turm
Region Wurzen Alte Antriebstechnik bei Dampf am Turm
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15:29 24.06.2018
Andreas Uhl mit seiner Feldbahn-Lokomotive. Quelle: Roger Dietze
Wurzen/Pyrna

Bisweilen sind auch die Freunde der Dampftechnik, die das Element Wasser zwingend benötigt, nicht böse darüber, wenn Mutter Natur die Nachschubversorgung einstellt. Dann nämlich, wenn sie sich – wie am Sonnabend am Turm Johanna Höh‘ in Pyrna der Fall – in freier Natur zusammenfinden und ihre technischen Kreationen einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren.

20 Teilnehmer bei „Dampf am Turm“

Pünktlich zum offiziellen Start der Veranstaltung „Dampf am Turm“ stoppte der Nieselregen zum Glück, womit einigen der 20 Teilnehmer Gelegenheit gegeben wurde, ihre Technik im Freien zu präsentieren.

Der Glücksdrache „Fuchur“ als Dampfmaschinen aus der Werkstatt von Toni Reintelseder. Quelle: Roger Dietze

Unter ihnen Veranstalter Ralf Feckenstedt, der auf einem selbst gebauten Dampffahrrad seine Runden um den Aussichtsturm im Burkartshainer Ortsteil drehte. An ungewohnter Stelle: Fanden doch die bisherigen fünf von den Freunden historischer Antriebstechnik und der Burkartshainer Kreativwerkstatt organisierten Sommerfeste am Domizil der Kreativwerkstatt im Burkartshainer Ortskern statt.

Veranstalter sind nach Pyrna ausgewichen

„Aufgrund von Arbeiten am Abwassersystem sind wir in diesem Jahr nach Pyrna ausgewichen, wo wir das Zelt des am Freitagabend veranstalteten Turmfestes nutzen konnten. Dirk Rössler vom Thammenhainer Gasthof ‚Stern’ sind wir für die Unterstützung ebenso dankbar wie für jene Hilfe, die uns von verschiedener Seite bei der Organisation der Veranstaltung zuteil geworden ist“, so Ralf Feckenstedt.

Er will nicht ausschließen, dass Johanna Höh‘ eine Option auch in den nächsten Jahren sein könnte. „Wir werden die Resonanz auswerten und dann eine Entscheidung treffen, wo das nächste Treffen in zwei Jahren stattfinden wird“, so der 56-jährige gelernte Maschinenbauer.

Familiengeschichte gab Anstoß

Manfred Bischoff aus dem mittelsächsischen Niederschöna ist es nach eigenem Bekunden gleich, für welche Örtlichkeit sich die Burkartshainer Freunde historischer Antriebstechnik entscheiden werden. „Wichtiger für mich ist, dass ausreichend Interessierte kommen“, so der 69-Jährige, dessen Vorfahren mit dem Vertrieb von Modellmaschinen ihre Brötchen verdienten. „Ich hatte diese Familiengeschichte allerdings aus den Augen verloren. Doch vor etwa 15 Jahren hat mich jemand darauf hingewiesen, dass ich es meinen Vorfahren schuldig sein würde, die Tradition aufrecht zu erhalten.“

„Dampf-Fieber lässt einen nicht mehr los“

Keine familiäre Vorprägung, sondern ein Interesse an der Dampftechnik seit Kindheitstagen gibt Andreas Uhl aus Bad Brambach als Grund an, warum er sich in seiner Freizeit mit diesem speziellen Hobby beschäftigt. „Wenn einen einmal das Dampf-Fieber gepackt hat, dann lässt es einen nicht mehr los“, erzählte der 53-jährige Vogtländer, der eine selbst gebaute Feldbahn-Lokomotive in der Größe fünf Zoll mit nach Pyrna gebracht hatte.

Vertreter des Steampunk-Stammtisches Leipzig. Quelle: Roger Dietze

Vertreter des „Steampunk-Stammtisches Leipzig“ machten dem Sommerfest erstmals ihre Aufwartung. Das sind 30 Frauen und Männer, deren historisches Interesse dem Viktorianischen Zeitalter gilt. Dem fühlen sie sich auch in Kleidung und hinsichtlich der zum Teil ihrer Fantasie entsprungenen Accessoires verbunden.

„Die Dampfmaschine hat der industriellen Revolution maßgeblich zum Durchbruch verholfen, weshalb diese technische Errungenschaft namensgebend für uns war“, erläuterte Stammtisch-Akteur Mo Zabel.

Von Roger Dietze

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