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Wurzen Altenbacher treffen sich beim Glockenbräu
Region Wurzen Altenbacher treffen sich beim Glockenbräu
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07:34 01.07.2019
Die Altenbacher nutzen gern die Veranstaltungen an der Kirche zu einem gemütlichen Beisammensein.
Die Altenbacher nutzen gern die Veranstaltungen an der Kirche zu einem gemütlichen Beisammensein. Quelle: René Beuckert
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Bennewitz/Altenbach

Zu einem Sommer-Spezial der Veranstaltungsreihe „Tonstücke“ hatte die Initiativgruppe Kirche Altenbach am Samstagnachmittag in das Gotteshaus eingeladen. André Rotter, Mitorganisator der Veranstaltung, und seine Mitstreiter waren bestens auf das Ereignis vorbereitet. Ein Zauberspaß für Jung und Alt bildete den Auftakt, dem das Acoustic-Trio aus Leipzig folgte, zu fortgeschrittener Stunde sollte dann Guido Schäfer einen Einblick in sein Leben, Karriere und RB Leipzig geben und mit einem Videogruß der Pfarrerin der deutschen Gemeinde in Budapest, die bis 2018 Pfarrerin in Machern war, der Sommerabend ausklingen.

Ein kühles Blondes für Einheimische und Gäste

André Rotter war schon etwas besorgt, als kurz vor dem Clownsauftritt gerade mal drei Kinder anwesend waren. Die Sorge sollte unbegründet sein. „Es war schon erstaunlich, dass genau mit Beginn der Zauberschau die Kinder in Scharen kamen. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn die Veranstaltung keiner besucht hätte, denn die Altenbacher nutzen solche Ereignisse gern zum Beisammensein, und bei Veranstaltungen dieser Art sind viele mit dabei.“ Und tatsächlich füllte sich das Friedhofsgelände um die Kirche zusehends, und wie gewohnt saßen die Leute gemütlich beisammen, zumal erstmals „Altenbacher Glockenbräu“ gereicht wurde.

Auch Steffen Barth ließ sich im Freien sein Glockenbräu schmecken. „Eigentlich wollten wir ein eigenes Bier brauen, doch der Aufwand wäre enorm gewesen“, erzählte er. Also habe man nach einer Alternative gesucht. „Wir haben eine Brauerei gefunden, die uns mehrere Biere zur Verkostung gab. Letztendlich entschieden wir uns für ein Helles, das allen gut schmeckte, und Kerstin Heisch gestaltete nach unseren Ideen das Etikett“, berichtete Barth. „Das Bier ist für die Altenbacher und natürlich auch für Gäste bestimmt“, ergänzte Rotter.

Schäferstündchen fällt aus

Guido Schäfer entging allerdings das kühle Blonde. Der Platz in der Kirche für das angekündigte „Schäferstündchen“ blieb leer. Der Gast hatte die Einladung – ob angesichts der hochsommerlichen Temperaturen? – im Wortsinne verschwitzt. „Wir hoffen natürlich, dass die Plauderei irgendwann nachgeholt werden kann“, so die Organisatoren. „Zumal einige Besucher extra deshalb gekommen sind.“

Und so wurde der Videogruß von Pfarrerin Barbara Lötzsch, die sich in Budapest gut angenommen fühlt, vorgezogen. André Rotter hatte ihn aufgezeichnet. Das Interesse für einander ist für ihn auch ein Zeichen des Zusammenhaltes. „Es ist schon einzigartig, wie gut sich die Altenbacher und die Leute der angrenzenden kleinen Orte verstehen.“

Von René Beuckert