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Wurzen Auszeichnung für Schweizerhaus Püchau und Delitzscher Theatermacher
Region Wurzen Auszeichnung für Schweizerhaus Püchau und Delitzscher Theatermacher
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12:55 26.08.2019
Das Klassenzimmertheater „Durst nach Meer" war Teil des spartenübergreifenden Bildungsprojektes, an dem auch das Schweizerhaus Püchau mitwirkte. Quelle: Christine Jacob
Muldental/Torgau

Das kulturelle Bildungsprojekt „Wert der Freiheit“ – ein Projekt der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, des Schweizerhauses Püchau und des Baff-Theaters Delitzsch– wurde bei der Verleihung des Sächsischen Preises für kulturelle Bildung, „Kultur.LEBT.Demokratie“ mit einem Sonderpreis bedacht. Der Sonderpreis ist mit 1000 Euro dotiert. Ausgelobt wurde die zum zweiten Mal verliehene Auszeichnung vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen.

Beklemmende Vergangenheit des Jugendwerkhofes Torgau

Das Projekt „Wert der Freiheit“ habe die Jury mit der gelungenen Verbindung zwischen kultureller und historisch-politischer Bildung sowie mit der nachhaltig und emotional wirksamen künstlerischen Auseinandersetzung mit der beklemmenden Vergangenheit des Jugendwerkhofes beeindruckt, teilte das Ministerium mit. Im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau wurden zur DDR-Zeit vor allem 14- bis 17-jährige eingesperrt – heute erinnert die Gedenkstätte daran.

Theaterstück „Durst nach Meer“ und der Wert der Freiheit

Das Baff-Theater Delitzsch entwickelte, ausgehend von Zeitzeugenberichten und Besucherkommentaren aus der Gedenkstätte, das Klassenzimmer-Theaterstück „Durst nach Meer“ für Schüler ab Klassenstufe 7. Mit dem Theaterstück wurden Schüler in die fiktive Welt des „Artlandes“ mitgenommen, wo es jedem, der die Spiel- und Verhaltensregeln strikt befolgte, gut erging. Abweichungen davon und offene Kritik wurden jedoch hart bestraft. In Gesprächen nach dem Theaterstück setzen sich die Teilnehmer mit ihrem Begriff von Freiheit und Sicherheit im Hier und Jetzt auseinander, beim Gedenkstättenbesuch begaben sie sich auf Spurensuche.Das Schweizerhaus Püchau bearbeitete schließlich mit den Teilnehmern künstlerisch die Frage, welchen Wert die Freiheit für junge Menschen heutzutage hat. Dabei entstanden Kunstwerke und Filmclips.

72 Beiträge wurden eingereicht

Die Jury befand: „Das spartenübergreifende kulturelle Bildungsprojekt wirkt nicht nur aufklärend und vermittelnd, es macht auch deutlich – und das ist der besondere Wert dieses Kooperationsprojektes – von welch unschätzbarem Wert es ist, in einer Demokratie zu leben, die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte garantiert.“

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange erklärte zur Preisverleihung: „72 unterschiedliche Beiträge in hoher Qualität wurden nach der Ausschreibung des Preises eingereicht. Das ist ein großartiges Zeichen für eine lebendige kulturelle Bildung im Freistaat.“ Hauptpreise in Höhe von je 2500 Euro gingen unter anderem an die Kulturfabrik Hoyerswerda und das Societaetstheater Dresden .

Von lvz

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