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Wurzen Zwischenfall auf Bahnstrecke Grimma-Leipzig löst Rettungskette aus
Region Wurzen Zwischenfall auf Bahnstrecke Grimma-Leipzig löst Rettungskette aus
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00:06 06.09.2019
Ein Notfallmanager der Bahn ist vor Ort und lässt die Bahnstrecke in beide Richtungen sperren. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr alarmiert worden, nachdem es auf der Bahnstrecke Grimma-Leipzig zu einem Zwischenfall kam, der zunächst Schlimmes befürchten ließ. Der Lokführer eines Zuges der Mitteldeutschen Regionalbahn war planmäßig in Richtung Leipzig unterwegs, als er auf freier Strecke in Höhe Einkaufs- und Gewerbepark PEP „An den Gerichtswiesen“ im Vorbeifahren eine Person am Gleis stehen gesehen habe.

Dumpfes Geräusch bremst Bahnverkehr aus

Kurz darauf sei ein dumpfes Geräusch wahrgenommen worden, welches eine Kollision mit dieser Person hat vermuten lassen. Dennoch leitete der Zugführer keine Notbremsung ein, sondern fuhr noch reichlich fünf Kilometer weiter bis zur nächsten Bahnstation in Großsteinberg. Von dort aus informiert er seine Leitstelle, die wiederum die Rettungskette auslöste. Ein inzwischen eingetroffener Notfallmanager der Bahn sperrte die Bahnstrecke in beide Richtungen.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Grimma suchen die Bahnstrecke nach verwertbaren Spuren ab. Quelle: Frank Schmidt

Erst danach konnten mehrere Trupps der Feuerwehr ausrücken, um im Gleisbett und an der vermeintlichen Unfallstelle nach der mutmaßlichen Person oder anderen verwertbaren Hinweisen zu suchen, mit denen sich die Beobachtungen und das Handeln des Zugführers begründen lassen könnten. So wurde ein etwa tausend Meter langer Streckenabschnitt abgesucht, wofür bei indes einsetzender Dunkelheit Taschenlampen zu Einsatz kamen. Doch gefunden wurde nichts. Weder eine verletzte oder gar leblose Person noch etwas anderes in Betracht Kommendes.

Der betroffene Zug (l.) mit etwa 20 Insassen kommt im Bahnhof Großsteinberg zum Stehen. Quelle: Frank Schmidt

Warum der Zug mit etwa 20 Insassen noch bis Großsteinberg gefahren war, so war aus Kreisen der Einsatzkräfte zu erfahren, sei damit zu erklären gewesen, dass der Zugführer die mutmaßliche männliche Person noch im Spiegel stehend gesehen habe. Nach gut einer Stunde wurde die Suche ergebnislos abgebrochen und die Bahnstrecke wieder freigegeben.

Von Frank Schmidt

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