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Wurzen Bennewitz, Machern und Brandis richten gemeinsames Jugendfeuerwehrcamp aus
Region Wurzen Bennewitz, Machern und Brandis richten gemeinsames Jugendfeuerwehrcamp aus
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09:57 10.01.2017
Abschlussappell: Stolz zeigen die Teilnehmer des Jugendfeuerwehrcamps an den Lübschützer Teichen ihre Urkunden.
Abschlussappell: Stolz zeigen die Teilnehmer des Jugendfeuerwehrcamps an den Lübschützer Teichen ihre Urkunden.   Quelle: privat
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Machern/Bennewitz/Brandis

 Rot und blau – das waren für drei Tage die vorherrschenden Farben auf dem Campingplatz an den Lübschützer Teichen bei Machern. 55 Kinder und Jugendliche von Jugendfeuerwehren Bennewitz, Machern und Brandis hatten sich erstmals zu einem Jugendfeuerwehrcamp getroffen. „Wir sind Gemeinden, die aneinander grenzen und im Ernstfall zusammenarbeiten müssen. Deshalb hatten wir die Idee, die Jugendwehren zusammenzuführen, damit sich die Kameraden bei späteren gemeinsamen Einsätzen schon kennen“, erklärt der Jugendwart der Ortsfeuerwehr Bennewitz, Torsten Koitzsch, die von Bennewitz und Brandis ausgehende Initiative. Mehrere Jugendwehren wurden angeschrieben, so Koitzsch, bei dem die Organisation zusammenlief, teil nahmen am Ende Altenbach, Bennewitz, Brandis, Gerichshain und Machern.

Den acht- bis 17-jährigen Feuerwehrnachwuchs erwartete ein so umfangreiches wie spannendes Programm. Im Mittelpunkt stand das Ablegen des Jugendfeuerwehrabzeichens „Jugendflamme“. Dazu waren sieben Stationen zu absolvieren: Notruf absetzen, Schläuche rollen, Hydrant aufbauen, Erste Hilfe leisten, Gerätekunde am Fahrzeug, Knotenkunde und eine Gruppenaufgabe, wie zum Beispiel Löschangriff oder Saugrohre kuppeln. „Alle Kinder haben das Abzeichen der Stufe eins abgelegt beziehungsweise die älteren der Stufe zwei“, freut sich Koitzsch. Bisher, so der Jugendwart, habe man in der Gemeinde Bennewitz nur größere Feuerwehrveranstaltungen, wie das zehnjährige Bestehen der Altenbacher Jugendwehr, genutzt, um den Ausbildungsnachweis anzubieten. „Da wir das Camp künftig aller zwei Jahre durchführen wollen, könnte die Jugendflamme regelmäßig erworben werden – dann auch bis Stufe drei.“

Auf dem Programm stand aber noch mehr. So die Besichtigung des Stasibunkers in Machern sowie sportliche Wettkämpfe im Schlauchbootfahren und Fußball, bei denen, wie in der Feuerwehrarbeit, Teamgeist gefragt war. Altenbach, berichtet Koitzsch, holte hier zweimal den ersten Platz. Insgesamt fällt das Fazit des Jugendwartes positiv aus. „Das Camp war top vorbereitet und absolut gelungen“, lobt er alle Helfer. Im Vorfeld waren die Aufgaben verteilt worden, so dass sich alle fünf Ortswehren in die Vorbereitung „stark eingebracht“ hatten, der Altenbacher Jugendwart Steffen Mayer hatte mit Unterstützung der Ortswehr Altenbach die Jugendflamme vorbereitet. Finanziert wurde das Camp über Eigenmittel der Wehren und Fördermittel vom Kreis. Es endete mit einem Abschlussappell und einer Siegerehrung, und der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua und die Macherner Bürgermeisterin Doreen Lieder sowie Vize-Kreisbrandmeister Bernd Lienert zeigten mit ihrer Anwesenheit, welch hohen Stellenwert sie der Feuerwehrnachwuchsarbeit beimessen.

Von Ines Alekowa