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Wurzen Beuchaer Kirchbruch in die Liste Nationaler Geotope aufgenommen
Region Wurzen Beuchaer Kirchbruch in die Liste Nationaler Geotope aufgenommen
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11:06 09.09.2019
Der Kirchbruch in Beucha. Seit dem 15. Jahrhundert wurde kontinuierlich der Berg, auf dem die Kirche steht, abgetragen und so steht die Kirche nun oberhalb eines fast senkrecht abfallenden Hanges. Aus diesem Steinbruch wurden übrigens auch Steine für das Völkerschlachtdenkmal gewonnen. Quelle: Andreas Döring
Brandis/Beucha

Der Kirchbruch Beucha wird als Nationaler Geotop zertifiziert. Der Steinbruch erweitert die bereits bestehende Liste mit 77 Objekten, sieben davon liegen auf sächsischem Gebiet. „Es hat mich sehr gefreut, dass dieses besondere Kleinod erstens vorgeschlagen und dann auch ausgewählt wurde, diese Auszeichnung zu erhalten“, sagte Bürgermeister Arno Jesse (SPD). Weiter: „Mir ist bewusst, dass mit dieser Zertifizierung auch Verpflichtungen verbunden sin“, so Jesse weiter. Damit trage das Wirken der Stadt Brandis als Mitglied im Geopark Porphyrland Früchte.

Auf Augenhöhe mit Elbsandsteingebirge

Dies sei sowohl für die Stadt in Bezug auf die touristische Aufwertung wichtig, als auch für den Geopark sehr hilfreich.

Kurort Rathen: Das Elbsandsteingebirge ist in der Liste der Nationalen Geotope zu finden. Quelle: Marko Förster

Die Prämierung erfolgt für zehn Jahre. Damit befindet sich der Kirchbruch in bester Gesellschaft unter anderen mit der Insel Helgoland, der Wattenmeerküste an der Nordsee, dem Bodetal im Harz, dem Siebengebirge bei Bonn, dem Weserdurchbruch Porta Westfalica, dem Kaiserstuhl in Baden-Württemberg und dem Elbsandsteingebirge.

Beucha lieferte Steine für Leipziger Völkerschlachtdenkmal

Der Sinn dieser Einordnung besteht darin, eine breite Öffentlichkeit auf die Naturschätze Deutschlands aufmerksam zu machen und somit auch das Bewusstsein für das geologische Erbe des Landes zu fördern. Im Jahr 2004 rief die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien in Hannover zu einem Wettbewerb auf, mit dem die bedeutendsten Geotope Deutschlands erfasst werden sollten. Weiterer Zweck des Wettbewerbs war es, mögliche Kandidaten zur Aufnahme in das UNESCO-Welterbe zu identifizieren.

Mit dem Kirchbruch Beucha, dessen Steine unter anderem in das Leipziger Völkerschlachtdenkmal verbaut wurden, kann der Geopark Porphyrland drei Nationale Geotope vorweisen. Schon länger tragen der Rochlitzer Berg mit dem einzigartigen Rochlitzer Porphyrtuff und die Wind- und Gletscherschliffe auf dem Kleinen Berg Hohburg diese Auszeichnung.

Geopark Porphyrland erarbeitet touristische Route

„Die Nachricht ereilte uns inmitten der Arbeiten an der ersten Geotopbroschüre für den Nationalen Geopark Porphyrland und natürlich fügen wir diese brandneue Information darin sofort ein“, freute sich Gerhard Gey, der Präsident des gleichnamigen Trägervereins. Gemeinsam mit der Stadt Brandis werde an der Georoute „7-Brüche-Weg“ als touristische Empfehlung für Wanderer gearbeitet. In die Routenführung sei nicht nur der Kirchbruch Beucha, sondern auch die nicht minder faszinierenden Steinbrüche am Kohlenberg – der Ost- und Westbruch – eingebettet. Enthalten seien digitalen Wegeempfehlung mit Informationen zu den geologischen Stationen.

Kirchbruch Beucha als Fotokulisse bekannt machen

„Solche außergewöhnlichen Orte und Fotokulissen wie der Kirchbruch sind bestens geeignet, Besucher unserer Region für die Erdgeschichte zu interessieren und erdgeschichtliche Prozesse erlebbar zu machen. Gewaltige Vulkanausbrüche im Perm vor etwa 290 Millionen Jahren hinterließen auf dem Gebiet des heutigen Geoparks Porphyrland“, so Gey. Der Geopark decke den größten Teil des nordwestsächsischen Vulkanitkomplexes ab, das größte aufgeschlossene Vulkangebiet Europas aus dem Erdaltertum.

Von LVZ

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