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Wurzen „Bis 2020 könnte auf der Rennbahn ein Aussichtsturm entstehen“
Region Wurzen „Bis 2020 könnte auf der Rennbahn ein Aussichtsturm entstehen“
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15:59 10.01.2017
Bürgermeister Ludwig Martin blickt zufrieden auf das Jahr 2016 zurück und findet, dass seine Gemeinde auch 2017 gut aufgestellt ist. Quelle: Peschel
Borsdorf

Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) spricht über den Haushalt 2017, Investitionen und Vorhaben. Er hat nicht vor, sein Amt vor 2020 nieder zu legen. Vielmehr hat er Visionen in Hinblick auf die Rennbahn.

Sind Sie mit dem Jahr 2016 zu frieden?

Das kann man wohl sagen. Uns ist es gelungen, den Haushalt 2016/2017 im Dezember zu verabschieden. Wir haben es geschafft, dass die Zweifeldersporthalle gebaut wird und voraussichtlich im August fertig ist. Denn dann feiern wir 750 Jahre Panitzsch und Borsdorf. Auch das Projekt Bahnhof nimmt Gestalt an. Obwohl es sich um ein halbes Jahr verzögert hat, zieht voraussichtlich Mitte des Jahres der erster Mieter ein.

Wann wird in Borsdorf der 750. Geburtstag gefeiert?

Wir bereiten eine Festwoche von 1. bis 10. September vor. Da sowohl Borsdorf als auch Panitzsch 750 Jahre alt werden, finden auch die Festlichkeiten abwechselnd in den Ortsteilen statt. Der Auftakt soll ein Ball in der hoffentlich fertig gestellten Zweifelder-Sporthalle sein. Den Abschluss wird das Parthenfest bilden.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Ich freue mich, dass die Auseinandersetzungen um die Zweifelder-Sporthalle beendet sind und wieder Konstruktivität in den Gemeinderat eingezogen ist. Im Gemeinderat geht es wieder um die Sache.

Wie sehen Sie Borsdorf als Bildungsstandort aufgestellt?

Das Freie Gymnasium in Borsdorf ist seit neun Jahren gut aufgestellt. Auch hat sich bewährt, dass wir die Grundschulen von Borsdorf und Panitzsch am Standort Panitzsch konzentriert haben. Was uns fehlt, ist eine Oberschule. Derzeit fahren die Schüler nach Brandis beziehungsweise nach Taucha. Wir sind am überlegen, ob wir einen Schulverbund bilden.

Wie sieht es um den Gewerbestandort in Borsdorf aus?

Igefa, derzeit in Gerichshain ihren Sitz hat, will in Borsdorf eine neue Halle bauen. Die Firma ist in der Reinigungsbranche tätig. Sie versorgt ihre Kunden in der Gebäudereinigung, im Gastgewerbe und Gesundheitswesen und in der Industrie mit Produkten der Reinigung und Hygiene, des Arbeitsschutzes sowie mit Einwegartikeln.

Der Etat für 2017 steht, müssen die Bürger mit Einschnitten rechnen?

Es sind keine Steuererhöhungen geplant. Allerdings haben wir die Kindertagesstättengebühren angehoben. Grund sind die gestiegenen Betriebskosten, insbesondere auch die Personalkosten. Jedes Kind kann jedoch in unserer Kommune eine Kindertagesstätte besuchen. Dafür legten wir vor zwei Jahren die Grundlagen. So wurden durch einen Anbau in Panitzsch 36 Plätze zusätzlich geschaffen.

Welche Investitionen kann sich Borsdorf 2017 leisten?

Durch die Nutzung verschiedener Förderprogramme sind wir in der Lage, größere Investitionen zu tätigen. Unsere größte wird die Zweifelder-Sporthalle, die mit 3,8 Millionen Euro zu Buche steht. Das Bahnhofsprojekt folgt mit 1,6 Millionen Euro. Eine dreiviertel Million Euro wird die Gestaltung des Marktplatzes kosten, weitere 600 000 Euro werden gebraucht, um die Tauchaer Straße grundhaft innerorts auszubauen. Auch das Glasdach der Grundschule in Panitzsch muss erneuert werden. Dafür sind 400 000 Euro veranschlagt.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen?

Wir haben einen intensiven Kontakt mit Brandis. So haben wir uns zum Beispiel eine Kehrmaschine angeschafft, welche wir gemeinsam nutzen. Seit dem 1. Januar 2016 gibt es kein Standesamt mehr in Borsdorf. Diese Tätigkeit übernimmt Brandis für uns. Wir beraten auch gegenwärtig über weitere Kooperationen. Das könnte in Richtung Finanzen aber auch in den Baubereich gehen.

Was wollen Sie in Ihrer Amtszeit gern noch erreichen?

Es gibt Spekulationen, dass ich nicht bis 2020 im Amt bleibe. Im Moment sehe ich jedoch keinen Grund, warum ich das Bürgermeisteramt vorzeitig niederlegen sollte. Bis 2020 habe ich mir keine Ziele gestellt, aber ich habe Visionen. Dazu gehört zum Beispiel, dass auf der Rennbahn eine Art Aussichtsturm entstehen könnte. Hier finden viele Bürgeraktivitäten statt. Die Rennbahn ist in einem Bürgerbeteiligungsverfahren zu einem Familiensportpark entwickelt worden, welcher viele Bürger aus nah und fern anzieht. Dazu gehört natürlich auch eine entsprechende Gastronomie. Mit der Eisdiele ist bereits ein Anfang gemacht. in diesem Jahr, am 19. August, wird die Rennbahn der Ausgangspunkt für die Sternfahrt der historischen Radfahrer sein. Außerdem ist am 20. Mai die alte Rennbahn Ziel der 20. Muldentalradtour.

Von Cornelia Braun

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