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Wurzen Botanischer Spaziergang im Wurzener Stadtpark
Region Wurzen Botanischer Spaziergang im Wurzener Stadtpark
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13:04 31.05.2019
Anschauungsunterricht im Freien: Um die Unterschiede der Nadelgehölze zu demonstrieren, brachte Erik Schulte extra verschiedene Zapfen mit. Quelle: privat
Wurzen

Den ersten Baum pflanzte Bürgermeister Heinrich Alfred Mühe zur Mittagsstunde am 12. Oktober. Der offizielle Spatenstich für Wurzens Stadtpark ist allerdings nun schon 140 Jahre alt. Doch gerade jenes Ereignis 1879 nahm der Wurzener Geschichts- und Altstadtverein unlängst zum Anlass, um im Beisein zweier ausgewiesener Fachmänner zum traditionellen Spaziergang einzuladen.

Exkursion nimmt Nadelbäume in den Blickpunkt

Die Exkursion mit dem Stadtchronisten und Ehrenbürger Wolfgang Ebert sowie Erik Schulte, Leiter der Prüfstelle des Bundessortenamtes in der Torgauer Straße, begleiteten weit über 30 Teilnehmer. Diesmal stand der Vormittag unter dem Motto „Auch Nadelbäume gestalten unseren Park“. Immerhin befanden sich nach der Einweihung der grünen Lunge am 25. Juli 1880 auf dem 31 000 Quadratmeter großen Gelände unter den insgesamt 7649 gepflanzten Bäumen und Sträuchern genau 2057 Fichten und 296 Kiefern. Eben deshalb sei das Thema der Nadelbäume „und nicht nur die Unterscheidung zwischen Fichte und Tanne anhand der Zapfen oder Nadeln“ von Interesse gewesen, sagte Vereinsvorsitzender Jürgen Schmidt.

Ehrenhain hinterlässt liederlichen Eindruck

Doch zunächst berichtete Ebert über die Entstehung des Stadtparkes durch die Initiative des Teppichfabrik-Besitzers Petter Andreas Georg Juel (1840 – 1900). Ihm zu Ehren wurde ein Denkmal gesetzt, welches jedoch in den 70er-Jahren dem Ehrenhain für die deutsch-sowjetische Freundschaft weichen musste. „Leider macht der Ehrenhain derzeit einen liederlichen, verunkrauteten Eindruck“, merkte Schmidt an. Seine Meinung teilten einige der Spaziergänger und wünschten zugleich, dass die Parteien, denen die heutige Gedenkstätte am Herzen liegt, sich stärker um die Pflege kümmern sollten.

Blick nach oben: Beim Halt am Ehrenhain standen die vier großen Lärchen im Mittelpunkt. Quelle: privat

Deutliche Zeichen der Veränderung zeige der Park aber vor allem aufgrund der aktuellen Umgestaltung nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. „Trotzdem warten manche Areale noch auf einen Wandel.“ Dazu zählte Schmidt unter anderem das Terrain rings um das kleine Wasserbecken, wo sich ursprünglich ein großer Rosengarten befand. Mit Steinen und Hügeln erinnerte er seinerzeit ein wenig an die Alpen.

Trockenheit führt zum Absterben wertvoller Buchen

Gleich in Sichtweite davon hat die Trockenheit des Vorjahres zum Absterben wertvoller Buchen geführt. „Sogar die Fläche mit den Eichen in Erinnerung an die deutsche Wiedervereinigung vor 30 Jahren sowie die Städtepartnerschaft-Bäumen benötigt dringend Pflege“, mahnte der Vereinschef.

Den Schlusspunkt des Rundganges setzte Experte Schulte mit seinen Ausführungen am Ginkgo-Baum – einer botanischen Rarität. Er sei nämlich der einzige lebende Vertreter einer ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen und gilt folglich als das älteste lebende Fossil in der Pflanzenwelt.

Mit dem Ende des Spaziergangs im Stadtpark kündigte Schmidt bereits an, dass es im Mai nächsten Jahres wieder einen Ausflug mit dem Wurzener Geschichts- und Altstadtverein geben wird.

Von Kai-Uwe Brandt

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