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Wurzen Brücke-Schüler aus Wurzen besichtigen Blockheizkraftwerk
Region Wurzen Brücke-Schüler aus Wurzen besichtigen Blockheizkraftwerk
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17:00 13.05.2019
Interessierte Zuhörer: Geschäftsführer Mario Maron erläutert seinen Besuchern von der Brücke-Schule die technischen Anlagen im Wurzener Blockheizkraftwerk. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Praxisunterricht in der Liscowstraße: Dass der Strom, der aus der Steckdose kommt, erst einmal erzeugt werden muss, wussten die Mädchen und Jungen der Brücke-Schule schon. Wie es allerdings in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) aussieht und welche technischen Voraussetzungen es braucht, erfuhren sie hautnah am Montagvormittag von Geschäftsführer Mario Maron und den drei Mitarbeitern der Wärmeversorgung Wurzen GmbH Günter Jähne, Mike Wagner und Mike Kling.

Kunden sind Großvermieter und Unternehmen

Bereits Anfang April hatte Erzieher Jens Zimmermann beim stadteigenen Unternehmen angefragt, ob es möglich ist, mit zwei Klassen der Oberstufe eins und zwei eine Betriebsführung zu bekommen. „Denn wir legen hohen Wert auf einen konkreten Alltagsbezug sowie die praktische und anschauliche Vermittlung der Inhalte.“ Maron sagte prompt zu und begrüßte seine neugierigen Gäste im „kleinen Kraftwerk von Wurzen“.

Interessierte Zuhörer: Geschäftsführer Mario Maron erläutert seinen Besuchern von der Brücke-Schule die technischen Anlagen im Wurzener Blockheizkraftwerk. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Bereits seit 1992 versorgt das BHKW die Stadt nicht nur mit Strom, sondern vor allem mit Wärme. Zu den Kunden gehören die beiden Großvermieter Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH sowie die Wohnungsgenossenschaft Wurzen mit insgesamt knapp 2000 Wohnungen.

Darüber hinaus beliefert die Anlage in der Liscowstraße auch Betriebe wie die FläktGrup Wurzen GmbH, vormals GEA Klima- und Filtertechnik, sowie Schulen, darunter das Gymnasium, die Schwimmhalle, das Feuerwehr-Gerätehaus, die Polizeistation und das Stadthaus.

Alle Versorgungsleitungen liegen in Wurzen unterirdisch

Wie Günter Jähne erläuterte, erhält das BHKW teils Erdgas von der Mitteldeutschen Gasversorgung GmbH (Mitgas) sowie Biogas aus Quesitz, einem Ortsteil von Markranstädt. Vor zwei Jahren wurden übrigens die letzten 100 Meter des oberirdischen Versorgungsstrangs zwischen Georg-Schumann- und Liscowstraße unter die Erde verlegt. „Damit können in Zukunft die technisch bedingten Wärmeleitungsverluste weiter minimiert werden“, so Maron.

Für den reibungslosen Ablauf der Erzeugung sorgen Jähne und seine beiden Kollegen rund um die Uhr im Schichtsystem. Sie warten unter anderem die Anlagen und kontrollieren den Ablauf in der Schaltzentrale des Gebäudes.

Das Blockheizkraftwerk in der Liscowstraße: Mit Erdgas von der Mitgas GmbH und Biogas aus Quesitz bei Markranstädt wird hier Wärme und Strom erzeugt. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Die jungen Besucher zeigten sich jedenfalls begeistert von den beiden Heizkesseln oder den drei feuerroten, übermannshohen Druckausgleichbehältern und löcherten ihre Gastgeber mit zahlreichen Fragen. Nach gut einer Stunde ging es dann schließlich für die Schüler und ihre Begleiter zurück in die Bildungsstätte.

Verkauf der Wärmeversorgung in den nächsten Wochen

Wie berichtet, wird die Wärmeversorgung Wurzen GmbH demnächst eine Tochter der Wurzener Land-Werke. Ende März des Vorjahres beschloss der Stadtrat den Verkauf des kommunalen Unternehmens für 3,4 Millionen Euro. Noch sei der Wechsel nicht vollzogen, teilte Maron auf Anfrage mit. Er rechnet aber in den nächsten Wochen damit.

Von Kai-Uwe Brandt

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