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Wurzen Lkw-Unfall bei Grimma – Blutentnahme bei Brummifahrer
Region Wurzen Lkw-Unfall bei Grimma – Blutentnahme bei Brummifahrer
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13:10 27.10.2019
Nachdem der Brummi von der Fahrbahn abkommt, fährt er eine etwa 5 Meter tiefe Böschung runter und kippt um. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Ein schwerer Lkw-Unfall hat sich in der Nacht zum Sonntag auf der A14 bei Grimma ereignet. Der Fahrer eines Schuttgutlasters mit polnischem Kennzeichen ist gegen 0.30 Uhr in Richtung Dresden unterwegs gewesen, als er erst mehrere Hundert Meter weit immer weiter nach rechts Richtung Randstreifen von der Fahrbahn abkam und gut 1000 Meter hinter der Autobahnauffahrt Grimma eine etwa fünf Meter tiefe Böschung runter fuhr.

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Tonnenschwerer Brummi kippt um

Dabei durchbrach das tonnenschwere Fahrzeug den Wildzaun und kippte auf die Seite. Das Schuttgut in Form von Splitt ergoss sich im Gelände. Der 36-jährige Brummifahrer wurde dabei leicht verletzt, konnte sich aber nicht aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Hohnstädt mussten mit Spezialtechnik die Frontscheibe des Lasters herausschneiden, sodass der Verunglückte selbst das Fahrerhaus verlassen konnte. Er wurde zur Behandlung vom Rettungsdienst übernommen und in eine Leipziger Klinik gebracht.

Nachdem der Brummi von der Fahrbahn abkommt, fährt er eine etwa 5 Meter tiefe Böschung runter und kippt um. Quelle: Frank Schmidt

Indes hatten die Floriansjünger das Fahrwerk sowie die Kraftstofftankanlage des Unglückfahrzeuges inspiziert, um festzustellen ob und wo möglicherweise Betriebsstoffe auslaufen konnten beziehungsweise ausgelaufen waren. Zur Sicherheit machten die Floriansjünger durch Abklemmen der Batterie das Fahrzeug stromlos. Augenscheinlich waren die zwei großen Kraftstofftanks unbeschädigt geblieben. Allerdings wurde Hydrauliköl freigesetzt und zum Teil von der Feuerwehr aufgefangen.

Fahrtüchtigkeit des Fahrers wird geprüft

Um unter anderen die Fahrtüchtigkeit des verunglückten Fahrers zu klären, wurde ihm auch Blut entnommen. Zudem müsse geklärt werden, ob der Brummi eine Ausnahmegenehmigung hatte, die ihm das Umgehen des Lkw-Nachfahrverbotes ermöglichte.

Nachdem der Brummi von der Fahrbahn abkommt, fährt er eine etwa 5 Meter tiefe Böschung runter und kippt um. Quelle: Frank Schmidt

Der Autoverkehr auf der A14 Richtungsfahrbahn Dresden war nur bedingt davon betroffen, da dieser ohne größere Behinderungen auf der Überholspur am Unfallort vorbeigeführt werden konnte. Übrigens: Obwohl die Einsatzkräfte durch die Zeitumstellung hätten eine Stunde mehr schlafen können, ist es für sie eine kurze Nacht geworden. Insbesondere die ehrenamtlich tätigen Floriansjünger sind gegen zwei Uhr wieder zurück im Gerätehaus gewesen und erst nach dem Erledigen von Nacharbeiten zur Herstellung der Einsatzbereitschaft in ihre Betten gekommen.

Von Frank Schmidt