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Wurzen Bürger für Wurzen fordern mehr Blühstreifen für besseren Artenschutz
Region Wurzen Bürger für Wurzen fordern mehr Blühstreifen für besseren Artenschutz
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11:30 09.12.2019
Mehr Blumenwiesen für den Erhalt der Artenvielfalt fordert jetzt die unabhängige Wählergemeinschaft „Bürger für Wurzen“. So soll die Stadtverwaltung ein Nutzungskonzept für öffentliche Flächen erarbeiten, auf denen künftig Kamille, Löwenmäulchen oder Gänsekresse wächst. Quelle: Archiv
Wurzen

Wiesen auf Verkehrsinseln, öffentlichen Freiflächen oder an Wegesrändern: Wo auch immer Platz ist, sollen Kamille, Löwenmäulchen, Mädchenauge oder Gänsekresse blühen. Mit diesem Wunsch möchten die Bürger für Wurzen (BfW) ihre Stadt in Zukunft bunter gestalten und zugleich mehr Lebensraum für Bienen & Co. schaffen.

Daher stellte die Fraktion der unabhängigen Wählervereinigung jetzt einen Antrag, der die Verwaltung beauftragt, ein Nutzungskonzept für grüne Areale zu entwickeln. Anhand einer Gebietskarte inklusive der Ortsteile sowie einer Prioritätenliste würde dann peu à peu die Umsetzung erfolgen. Weiterhin heißt es im Bittgesuch: Das Stadthaus müsse den Volksvertretern zweimal im Jahr Bericht über den aktuellen Status quo erstatten.

Stadtrat hat das letzte Wort zum Antrag der Bürger für Wurzen

Die erste parlamentarische Hürde hat der BfW-Vorschlag übrigens schon genommen. So stimmten kürzlich die Vertreter des Technischen Ausschusses, bis auf die Enthaltung der SPD-Mandatsträgerin Steffi Kretzschmar, der Empfehlung zu. Jetzt kommt es lediglich auf das endgültige Votum des Stadtrates zur Dezember-Sitzung an. Die BfWler hoffen jedenfalls auf ein breites Echo über die Fraktionsgrenzen hinweg.

>> Lesen Sie auch: Der Rückgang der Arten ist drastisch – eine Studie

„Uns geht es darum, mit den Blühstreifen die Artenvielfalt zurückzugewinnen“, betonte BfW-Abgeordnete Claudia Zittier im Ausschuss. „Die Nachrichten zum Artenschwund in Deutschland und auch hier in Sachsen sowie dem Wurzener Land sind besorgniserregend und reißen nicht ab.“ Laut des Bundesamtes für Naturschutz, verdeutlichte Zittier, seien beispielsweise knapp 45 Prozent der untersuchten Insektenarten und Unterarten bedroht, extrem selten oder bereits ausgestorben. „Schmetterlinge werden zu Raritäten, und Hummeln verhungern aufgrund des Mangels an Nahrung.“

Nebeneffekt: Blühwiesen benötigen weniger personellen Aufwand

Gerade deshalb, so die BfW-Frau, „wollen wir mit unserem Antrag die Stadt dazu ermuntern, den heimischen Arten im ländlich geprägten Umland sowie im urbanen Raum der Stadt Wurzen wieder genügend Lebensräume zur Verfügung zu stellen“. In Anbetracht dessen sei es notwendig, zunächst mögliche Grundstücke zu erkunden, um ein Blühwiesen-Register anzulegen. Immerhin verfüge Wurzen über zahlreiche Liegenschaften, die ohne größeren Aufwand renaturiert werden könnten.

>> Zum Thema: Wie ein Blühstreifen in Naunhof entstand

Letztlich verwies Zittier noch auf einen willkommenen Nebeneffekt. Da Blühwiesen weitaus weniger Pflegeaufwand bräuchten, ließe sich der bislang benötigte personelle Aufwand der Mitarbeiter des Bauhofes für andere kommunale Aufgaben umlenken. Zumal „die vergangenen beiden Hitzesommer zeigten, dass kurz gemähte Rasenflächen der starken Sonneneinstrahlung nichts entgegenzusetzen haben und einfach nur verbrennen“. Selbst Pflegepatenschaften mit Anliegern wären aus Sicht der Wählergemeinschaft denkbar. Zittier zufolge verspricht sich die BfW-Fraktion von ihrer Initiative „einen weiteren Baustein zu einer positiven Außenwirkung unserer Stadt“.

Von Kai-Uwe Brandt

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