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Wurzen Verwaister Diska-Markt soll neuen Mieter erhalten
Region Wurzen Verwaister Diska-Markt soll neuen Mieter erhalten
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00:20 22.06.2018
Das Objekt in der Käthe-Kollwitz-Straße: Die Eigentümer kündigte jetzt an, dass sie einen neuen Mieter gefunden hat und hier ein Sonderposten-Markt der Firma Wreesmann entstehen könnte.
Das Objekt in der Käthe-Kollwitz-Straße: Die Eigentümer kündigte jetzt an, dass sie einen neuen Mieter gefunden hat und hier ein Sonderposten-Markt der Firma Wreesmann entstehen könnte. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Wurzen

Die Immobilie Käthe-Kollwitz-Straße 6 soll wieder eine Zukunft erhalten. Bis August des Vorjahres wurde das Anfang 2002 errichtete Gebäude als Lebensmittelmarkt von Diska, einer Tochter der Edeka-Gruppe, betrieben. Seit dem Auszug des Lebensmitteldiscounters steht das Haus leer. Doch das könnte sich bald ändern.

Grund dafür ist ein Schreiben, das die Stadtverwaltung Mitte Mai von der Eigentümerin erhielt. Darin informierte Mascha Wigges aus Bischofsmais (Bayern), dass sie für das Objekt einen neuen Mieter habe – die Firma Wreesmann. Das Unternehmen mit Sitz in Ostrhauderfehn (Niedersachsen) besteht seit 50 Jahren und betreibt deutschlandweit über 40 Sonderpostenmärkte, allein 33 in Sachsen, darunter einen in Brandis.

Vorhaben passt ins Einzelhandelskonzept

Wie Wigges weiterhin mitteilte, ließ sie bereits das neue Sortiment „auf seine Innenstadtverträglichkeit“ hin von der BBE Handelsberatung GmbH prüfen, die 2015 für die Stadt Wurzen das Einzelhandelskonzept (EHK) erstellte. Fazit der Expertise: Das Warenangebot stehe den Zielen des EHK nicht entgegen.

Allerdings wurde der Bauantrag für die notwendige Nutzungsänderung wegen des fehlenden Planungsrechtes zurückgezogen. Hierzu bedarf es nämlich eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, wie Konstanze Mucke, Leiterin des Sachgebietes Hochbau im Stadthaus, kürzlich im Technischen Ausschuss des Stadtrates mitteilte. Zugleich präsentierte sie den Mitgliedern des Gremiums die Begründung des Beschlussvorschlages. Zitat daraus: „Es kann sichergestellt werden, dass der Anteil der innenstadtrelevanten Sortimente nicht höher als 40 Prozent liegt. Über 60 Prozent des Angebotes sind Bau- und Gartenartikel und ergeben somit eine Ergänzung zu dem benachbarten Fachmarkt.“ Die Planungskosten will übrigens die Eigentümerin tragen.

650 Quadratmeter Verkaufsfläche

Das etwa 4200 Quadratmeter große Gelände mit 102 Pkw-Stellplätzen wird im Süden von den Gleisanlagen der Bahn begrenzt und östlich von zwei Gewerbebetrieben. Den Unterlagen zufolge verfügt der Innenbereich des künftigen Sonderposten-Marktes über eine Verkaufsfläche von knapp 650 Quadratmeter sowie außen von circa 150 Quadratmeter.

Von den Gremiumsmitgliedern votierten bei einer Enthaltung fünf für das Aufstellen sowie Offenlegen eines B-Planes „Markt an der Käthe-Kollwitz-Straße“. Die endgültige Entscheidung trifft dann der Stadtrat zu seiner Sitzung am 26. Juni ab 18 Uhr im Plenarsaal des Stadthauses.

Von Kai-Uwe Brandt