Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Kita-Plätze rund um Leipzig: Wo sind Chancen am größten?
Region Wurzen Kita-Plätze rund um Leipzig: Wo sind Chancen am größten?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 12.09.2019
Die Kitas und Krippen im Landkreis Leipzig müssen in den kommenden Jahren immer mehr Kinder betreuen. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig

Leipzig und sein Umland wachsen und wachsen. Nach einer aktuellen Studie des Instituts für Bevölkerung und Entwicklung könnte die gesamte Region bis 2035 rund 16 Prozent an Einwohnern zulegen. Nicht nur, weil immer mehr Menschen in den Landkreis ziehen, sondern auch, weil die Anzahl der Neugeborenen wieder zunimmt. Eine enorme Herausforderung für die Kinder- und Jugendeinrichtungen, die allein im Landkreis Leipzig in den kommenden Jahren Tausende neue Betreuungsplätze schaffen müssen.

Die Anzahl der Kinder in den einzelnen Gemeinden jedoch korrekt vorauszusagen, ist keine leichte Aufgabe. Die aktuellen Zahlen verändern sich ständig und werden von Faktoren, etwa neuen Wohngebieten, stark beeinflusst. Annett Pöhnert, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen beim Jugendamt, lobt deshalb die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden.

„Wir sind in ständiger Rücksprache mit der jeweiligen Verwaltung, wie viele Plätze geschaffen werden müssen. Diese versuchen, die Plätze auch bereitzustellen – nicht immer ist das in dem Zeitraum auch realisierbar“, so Pöhnert. Für eine optimale Absprache treffen sich die Mitarbeiter des Jugendamtes mindestens einmal im Jahr mit Vertretern der Gemeinden und bleiben im ständigen Austausch über Veränderungen, Projekte und Bauvorhaben.

Zwenkau muss bis 2022 rund 250 weitere Plätze schaffen

Zusätzlich gibt das Jugendamt jährlich einen neuen Bedarfsplan heraus. Dieser zeigt den Städten und Ortschaften, wie viele Plätze perspektivisch noch geschaffen werden müssen. Für die kommenden drei Jahre läuft es vielerorts trotz der steigenden Kinderanzahl sehr gut. Die meisten Gemeinden im Landkreis Leipzig können den Bedarf abdecken und haben teilweise noch Kapazitäten offen. In Belgershain, Trebsen, Groitzsch und Frohburg zum Beispiel gibt es auch in Zukunft ausreichend Betreuungsplätze, prognostiziert das Jugendamt.

Das ist aber längst nicht überall der Fall. In Bennewitz, Markkleeberg, Rötha, Elstertrebnitz, Regis-Breitingen oder auch Großpösna gibt es aktuell zwar noch genügend Kita-Plätze. Durch den Zuzug weiterer Familien könnte aber künftig ein Engpass entstehen, warnt die Behörde.

Besonders problematisch sieht es laut in diesen Städten und Gemeinden aus: So haben Borna, Pegau, Machern, Kitzscher und allen voran Zwenkau für die kommenden Jahre alles andere als ausreichend Plätze zur Verfügung.

Zwenkau sei durch die Lage am See und die Nähe zu Leipzig für junge Familien besonders attraktiv, verrät Pöhnert. Der Zuzug neuer Familien mit Kindern sei entsprechend hoch. Aktuell greift die Stadt deshalb als Interimslösung auf eine Kita in Markkleeberg zurück und plant gleichzeitig mehrere neue Betreuungseinrichtungen. Den steigenden Zahlen wird die Stadt dennoch nicht ganz gerecht. Das Jugendamt schätzt, dass bis 2022 rund 250 weitere Plätze in Krippen und Kindergärten fehlen, wenn keine neuen Lösungen gefunden werden.
Zwenkauer Bürgermeister Holger Schulz weiß um die fehlenden Kita.Plätze und ist um neue Lösungen bemüht. Quelle: Gislinde Redepenning

Bürgermeister Schulz aus Zwenkau um Fachkräftemangel besorgt

Der Zwenkauer Bürgermeister Holger Schulz weiß um die fehlenden Plätze und ist um neue Lösungen bemüht. „Sorgen bereitet mir das keine. Aktuell bauen wir eine neue Kita mit 90 Plätzen, die voraussichtlich Anfang November eröffnet wird. Außerdem laufen die Planungen für einen weiteren Kindergarten mit 150 bis 180 Plätzen“, so Schulz.

Er ist überzeugt, dass bis 2022 die nötige Infrastruktur zu Verfügung gestellt werden könne, um alle Kinder unterzubringen. Eine kleine Sorgenfalte liegt dennoch auf der Stirn des Bürgermeisters. „Wir müssen für die Kinder auch genug Betreuer finden“, sagt Schulz. Der Fachkräftemangel in der gesamten Branche sei sehr präsent.

Schulz sieht in der aktuellen Situation aber auch einen Grund zur Freude. „Eigentlich ist es doch toll für unsere Stadt. Es zeigt, dass Zwenkau wächst und für junge Familien sehr attraktiv ist.“

Von Tilman Kortenhaus

Bei den Wurzener Fernsbrüdern, Deutschlands ältestem Kegelclub, wird Geselligkeit groß geschrieben. So erlebten die Mitglieder des Vereins kürzlich ein langes Wochenende im Erzgebirge.

12.09.2019

Spannende Geschichten zuhauf bietet die Aufführung „Sagenhaftes Muldental“, die am 14. September an der Macherner Ritterburg zu erleben ist. Das Stück des Vereins TheaterMacher(n) entführt in die Welt von Räubern, Hexen und Gnomen.

12.09.2019

Das Sonnenblümchen fing klein an, wurde immer größer und größer. Mittlerweile ist die Pflanze, die in der Bornaer Kleingartenanlage Stadtpark wächst, nicht mehr zu übersehen.

11.09.2019