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Wurzen Dögnitz: Neue Lösung für Saubach
Region Wurzen Dögnitz: Neue Lösung für Saubach
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15:42 01.07.2019
Die rote Linie zeigt den Verlauf des neuen Muldedeiches in Höhe Dögnitz (Gemeinde Machern). Quelle: LTV
Machern/Dögnitz

Welche Maßnahmen sind geeignet, den Ottendorfer Saubach bei Starkregen im Zaum zu halten? Eine Frage, die im Zuge der Neuordnung des Hochwasserschutzes in der Muldenaue bei Püchau und Dögnitz noch einmal aufs Tableau kam. Nicht nur die Mulde, auch der Saubach ließ bei der Juniflut 2013 seine Muskeln spielen.

Bei Starkregen wird Saubach für Bennewitz und Machern zur Gefahr

Das unscheinbare Gewässer entspringt im Planitzwald und verläuft durch das Territorium der Gemeinden Bennewitz und Machern bis zur Einmündung in die Mulde nordöstlich von Püchau. Bei Starkregen entfaltet das Bächlein ungeahnte Kräfte, die ein neues Konzept helfen soll, zu bändigen. Der Saubach spielt in der Region eine wichtige Rolle. Er gewährleistet die Binnenentwässerung der gesamten westlichen Muldeaue und führt deshalb bei starken Niederschlägen jede Menge Wasser. Sein Einzugsgebiet misst etwa 52 Quadratkilometer.

Im Rahmen des Gesamtvorhabens für einen besseren Hochwasserschutz wird der Muldedeich zwischen Grubnitz und Püchau für insgesamt rund zwölf Millionen Euro zurückverlegt. Der Altdeich am unmittelbaren Ufer der Mulde bleibt erhalten. Nachdem der Damm im Vorjahr bereits bis in Höhe Dögnitz errichtet wurde, wird das Bollwerk bis 2020 bis Püchau vorangetrieben.

Gemeinde hat Bedenken vorgetragen

Die Gemeinde Machern hatte im Zuge des Planfeststellungsverfahrens einige Bedenken vorgetragen. Unter anderem befürchtete man, dass im Hochwasserfall zu viel Wasser über den Saubach in Dögnitz ankommt. Der neue Muldedeich hätte der Ortslage dann zwar auf der einen Seite Sicherheit beschert, auf der anderen hätte ein vorgesehenes Durchlassbauwerk am Ottendorfer Saubach für nasse Füße bis an den Ortsrand heran gesorgt.

Wassermengen von Püchau fernhalten

Auch die Landestalsperrenverwaltung (LTV) sah zu diesem Punkt erneut Gesprächsbedarf. „Die LTV kam im April erneut auf die Gemeinde zu“, erläuterte Steffen Funke, Mitarbeiter im Macherner Rathaus. „In der Folge haben wir auch unsere Befürchtungen noch einmal erörtert. Mit folgendem Ergebnis: Nunmehr soll eine mechanische Regulierung am Durchlass installiert werden, um ein Einströmen in die Ortslage Dögnitz zu verhindern.“ Ziel bleibe, so viel Wasser wie möglich zurückzuhalten, damit nicht zu große Mengen in Püchau ankommen und dem dortigen Unterdorf Probleme bescheren.

Der Gemeinderat gab für die Lösung grünes Licht. Mit der Entscheidung, hieß es abschließend, könne die LTV nunmehr einen Antrag auf Änderung des Planfeststellungsverfahrens stellen. Die Umsetzung liege vollständig in den Händen der Landestalsperrenverwaltung.

Von Simone Prenzel

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