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Wurzen Firebirds-Festival: Trebsen lebt den Rock ’n’ Roll
Region Wurzen Firebirds-Festival: Trebsen lebt den Rock ’n’ Roll
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10:42 08.07.2019
Die Firebirds persönlich eröffnen ihr Festival mit einem Konzert am Freitag und beenden es auch so am Sonntagabend auf der großen Bühne. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen

Die Muldestadt Trebsen ist inzwischen längst zum Hotspot kultureller Vielfalt geworden. Bluesnächte und Folk-Café sowie „Comedy auf Canepé“ und Schottische Weihnacht im Rittergut, Talisker Highland-Games, Pfingst-Ritterturnier sowie Gartenfest in Schloss und Park sind nur einige Beispiele dafür. Und auch das schon legendär gewordene Firebirds-Festival gehört dazu, welches heuer mit seiner achten Auflage abermals Tausende Besucher aus ganz Deutschland magisch anlockte.

Trebsen ist deutsche Hauptstadt des Rock ’n’ Roll

Da beschleicht Einheimische und Gäste gleichermaßen das Gefühl, dass sich Trebsen zur heimlichen Rock-’n’-Roll-Hauptstadt gemausert hat. „Nein, Trebsen ist sogar die offizielle Hauptstadt des Rock ’n’ Roll in ganz Deutschland, denn wir sind hierzulande der größte Weekender dieser Art“, wollte Konrad Schöpe von den Feuervögeln nicht den geringsten Zweifel aufkommen lassen.

Mit dem Eröffnungskonzert am Freitag füllt sich rasch der Schlossvorplatz, wo die Firebirds auf der großen Bühne spielen Quelle: Frank Schmidt

„Und das Besondere an unserem Festival ist die Interessenvielfalt“, fügte er hinzu. „Denn hier kommen die Fans und Freunde von Lifestyle und Mode sowie Musik und Autos aus den 50er- und 60er-Jahren voll auf ihre Kosten.“ Damit wurden die Stadt und ihr Straßenbild für drei Tage in genau diese Rockabilly-Zeit zurückgebeamt. Schicke US-Cars rollten über die Straßen, und hübsche Frauen in bunten Petticoats flanierten mit ihren „Boys and Friends“ durch die Gassen und über die Plätze. Wohl wissend, so Schöpe, dass damit die Stadt regelrecht übervölkert wurde. „Aber wir erleben auch, dass die Trebsener Einwohner das Festival mit all seinen Gästen und auch mit der damit verbundenen Belastung annehmen. Trebsen, danke dafür.“

Wo auch immer eine Band aufspielt, wie hier im Schlossinnenhof, wird die Bühne dicht umlagert. Quelle: Frank Schmidt

„Ich musste erst einmal auf die Karte gucken, wo Trebsen überhaupt liegt“, gestand Rainer Ferlemann aus Bremen, der zum ersten Mal auf Empfehlung von Freunden angereist war. „Wir kommen aus Lübeck“, verrieten Dany, Andrea und Döni, die sich auf dem Festival mit Andrea aus Oberbayern angefreundet hatten. „Dis is do blanke Woansinn – i mog das Flair hier“, sagte das bayrische Madl, im feschen Petticoat gekleidet statt im steifen Dirndl.

Cooles Treffen mit hochwertigen Angeboten

Aus Bockau im Erzgebirge kam Anne mit ihrem „Schatz Ronny“. Beide kennen auch andere Musikfestivals. „Aber das hier ist ein echt cooles Treffen, die Location rund ums Schloss ist wunderbar, und über den Tag verteilt ist immer irgendetwas los. Auch die Händlermeile ist sehr hochwertig“, sagte Anne. „All das rechtfertigt dann den nicht gerade geringen Eintrittspreis. Aber damit wird der harte Kern echter Fans rausgefiltert. Denn wer hier ist, weiß warum“, fügte sie hinzu.

Im Fashion-Zelt zieht mehrfach am Tag eine Modenschau die Leute magisch an. Quelle: Frank Schmidt

„Ich will einfach nur in jene Zeit eintauchen, in der meine Großeltern ihre besten Jahre erlebt haben – erzählten sie mir jedenfalls“, meinte Andrea Lochmann aus Gera. „Und wenn ich das hier erlebe, kann ich das gut nachvollziehen.“

Auf dem im Schlosspark eingerichteten Campingplatz rückten die Camper mit ihrem Caravans und Zelten ganz dicht zusammen, so proppenvoll war es dort. „Und doch geht hier alles ganz entspannt ab“, sagten Franzi und Philipp aus Kirchberg bei Zwickau, die sich gerade frische Eierkuchen in der Pfanne machten.

Judy (l.) lässt Frisöse Klarissa "absolut freie Hand", um sich im Fashion-Zelt chic machen zu lassen. Dafür muss sie etwa 30 Minuten Zeit einplanen und um die 35 Euro berappen. Quelle: Frank Schmidt
Soviel Eitelkeit muss sein - die Mitglieder vom Rock´n´Roll & Rockabilly Verein in der Oberlausitz machen sich am Caravan für den Abend im Schloss chic. Quelle: Frank Schmidt

Von nebenan schwappte gute Laune herüber. Hier saßen Mitglieder vom Club „Rock ’n’ Roll & Rockabilly“ Oberlausitz in gemütlicher Runde beisammen. „Wir waren es, die den Firebirds angeraten haben, unbedingt hier in Trebsen so ein Festival mit geilem Rock-’n’-Roll-Sound der 50er und 60er zu veranstalten“, sagte Ronny stellvertretend für alle – natürlich augenzwinkernd.

Setzen den Schlusspunkt bei ihrem Drei-Tage-Festival – die Firebirds. Quelle: Frank Schmidt

Von Frank Schmidt

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