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Wurzen Floristen-Nachwuchs lässt in Wurzen Blumen sprechen
Region Wurzen Floristen-Nachwuchs lässt in Wurzen Blumen sprechen
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10:00 08.07.2019
Amelie Scholz aus Wurzen (links) setzte bei ihrer Prüfungsarbeit auf Rosen.
Amelie Scholz aus Wurzen (links) setzte bei ihrer Prüfungsarbeit auf Rosen. Quelle: Thomas Kube
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Wurzen

13 Auszubildende im Beruf Florist und Floristin haben jetzt ihre dreijährige Berufsausbildung im Berufsschulzentrum Wurzen abgeschlossen. Erstmalig fanden die Prüfungen für diesen Beruf auch direkt im BSZ Wurzen statt. Die Bildungseinrichtung ist nämlich die einzige dafür zuständige Schule im ganzen ehemaligen Regierungsbezirk Leipzig.

Experten der IHK zu Leipzig prüfen de Floristennachwuchs

“Es handelt sich um eine duale Ausbildung“, verrät Heidi Kirschke, Fachlehrerin für Floristik an der Bildungseinrichtung. Heißt, die Azubis arbeiten im Normalfall drei Tage in der Woche praktisch in ihrem Ausbildungsbetrieb und werden zwei Tage in der Woche in Wurzen in der Theorie geschult. Eine von der Industrie- und Handelskammer beauftragte Prüfungskommission nimmt dann die Prüfungsarbeiten der Floristinnen ab.

Antonia Wähner aus Taucha hat die Lebendigkeit des Sommers in ihre Prüfungsarbeit gebunden. Quelle: Thomas Kube

Und die sind allesamt – zumindest für den Laien – eine Augenweide: ob Kompositionen aus Rosen, Nelken und Geranien, Arrangements aus blauen Kugeldisteln oder floristisch geschmückte Tische für verschiedene Feierlichkeiten.

Umfangreiche Ausbildung mit Facharbeiter-Abschluss

Doch das kommt nicht von ungefähr. Ganze drei Jahre dauert immerhin die Ausbildung zu diesem Fachberuf. Und die Lehre hat es in sich. Nicht nur Blumen und Pflanzenkunde und deren Pflege wird den Lehrlingen vermittelt. Sondern auch Stilkunde (Jugendstil oder Barock zum Beispiel), Farbenlehre und der Umgang mit Pflanzenschutzmitteln gehört dazu.

„Ein wichtiger Punkt war auch das Kundengespräch. Als Florist und Blumenverkäufer muss man auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der Kunden ganz speziell eingehen können“, sagt Antonia Wähner aus Taucha. „Schließlich ist es ein großer Unterschied, ob der Kunde ein Trauergesteck bestellt oder aber eine Hochzeit bevorsteht.“

Kreativität und Gefühl für Zahlen gefragt

Ohnehin lernen die zukünftigen Floristen nicht nur das Binden von Blumensträußen. Ganze Tischdekorationen oder das Gestalten von Räumen gehören ebenso dazu. Ganz ohne Deutsch, Mathematik, Ethik oder Wirtschaftskunde geht deshalb auch die Floristenausbildung nicht ab.

Die Abschlussprüfungen sollen auch zukünftig im BSZ am Domplatz stattfinden. Da ist es den Angehörigen oder anderen Interessierten auch möglich die Floristikkreationen zu besichtigen. Immerhin Kunstwerke, wie man sie sonst nur auf Floristikmessen oder bei Gartenschauen zu sehen bekommt.

Von Thomas Kube

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