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Wurzen Forum fordert Ende des Streits mit Gartenvereinen in Wurzen
Region Wurzen Forum fordert Ende des Streits mit Gartenvereinen in Wurzen
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11:45 07.06.2019
Vor über zwei Jahren: Damals stellt der Vorstand des Muldentaler Regionalverbandes der Kleingärtner den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates stellt das  Konzept gegen Leerstand der Parzellen in Wurzen vor – passiert ist seither nichts. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

In einem Brief an alle Fraktionen des neuen Stadtrates hat die Vereinigung „Neues Forum für Wurzen“ (NFW) jetzt dazu aufgefordert, den „unsäglich teuren Rechtsstreit des Oberbürgermeisters Jörg Röglin mit dem Regionalverband Muldental der Kleingärtner sofort zu beenden“.

Wie berichtet, befinden sich beide Parteien in einer juristischen Auseinandersetzung um die Teilkündigung des Generalpachtvertrages für drei Kleingartenvereine, nachdem das Trio den Austritt aus der Dachorganisation im April 2017 wünschten. Eben gegen diese Kündigung klagte das Verbandspräsidium und setzte sich mit seiner Auffassung vorm Landgericht Leipzig durch. Jedoch ging die Stadtverwaltung kurz darauf in Berufung, weswegen der Fall nunmehr Mitte August im Oberlandesgericht Dresden verhandelt wird.

Kritik wegen der Kosten für den Rechtsstreit

„Ein Streit wie dieser sollte nicht auf Kosten des Steuerzahlers vor Gericht ausgetragen werden“, schrieb das NFW an die Mandatsträger. Schließlich drehe es sich hierbei „um des Kaisers Bart“ und „man kann sich nicht des Verdachtes enthalten, es sei hier vor allem Rechthaberei und Eitelkeit am Werke“. Zugleich kritisierte das NFW den Vorwurf Röglins, dass der Regionalverband erpicht darauf sei, die drei Vereine in den Ruin zu treiben. Jene Aussage, so Christoph Mike Dietel vom Neuen Forum, sei nicht nur abwegig, sondern auch verleumderisch.

Leerstandskonzept des Verbandes verlief im Sande

Darüber hinaus verwies das NFW in seiner Mitteilung an die Abgeordneten auf die Leerstandskonzeption, die der Regionalverband bereits Mitte 2016 im Beisein der damaligen Fraktionsvorsitzenden vorstellte und die aber danach im Sande verlief. Aus Sicht Dietels, der mit zwei weiteren NFW-Vertretern am 26. Mai ins künftige Stadtparlament gewählt wurde, biete das Manuskript „erhebliche Potenziale für die Stadtentwicklung und einen Ansatz zur Lösung der akuten Probleme“.

Alle Parteien sollen an einen Tisch

Zum Schluss des Schreibens schlug der Autor vor: „Der Regionalverband, Vertreter des Rates und der Oberbürgermeister setzen sich unverzüglich zusammen, klären, was zu klären ist und machen gemeinsam Pläne.“ Erst dann stünden alle miteinander nicht mehr vor lästigen Differenzen, sondern vor ungeahnten Möglichkeiten.

Von Kai-Uwe Brandt

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