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Wurzen Gewerbegebiet Lüptitz hat neuen Solarpark
Region Wurzen Gewerbegebiet Lüptitz hat neuen Solarpark
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16:08 06.03.2019
Jetzt springt der Funke über: Landrat Henry Graichen, Bernd Laqua, Bennewitzer Bürgermeister, Lossatals Rathauschef Uwe Weigelt und VEM-Geschäftsführer Thomas Kühnert (v.l.) beim symbolischen Kabelschluss. Quelle: Frank Schmidt
Lossatal

Das Gewerbegebiet Lüptitz macht seinem Ruf als Sonnenloch des Muldentals alle Ehre. Denn nur für den Augenblick mussten sich die Gäste zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen Solaranlage vor dem Regenschauer unter eilends verteilte Schirme verkriechen. Wenig später brach die dunkle Wolkendecke auf. Ein gutes Omen, wie Thomas Kühnert feststellte.

Betreiber VEM investierte über 600.000 Euro in die Anlage

Im Beisein von Landrat Henry Graichen (CDU) und Lossatals Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) sowie einigen Gemeinde- und Ortschaftsräten eröffnete VEM-Geschäftsführer Kühnert den knapp einen Hektar großen Solarpark gleich neben der Firma Vergölst Reifen- und Autoservice.

Auf der Pachtfläche, die je zur Hälfte der Kommune und dem Landkreis Leipzig gehört, errichtete die VEM Neue Energie Muldental insgesamt 2590 Photovoltaik-Module und 13 Wechselrichter. Investitionsvolumen: über 600.000 Euro.

Die Gesamtleistung der 2590 Photovoltaik-Module beträgt 750 Kilowatt-Peak. Rein rechnerisch können etwa 200 Haushalt mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Quelle: Frank Schmidt

Rein rechnerisch können 200 Haushalte versorgt werden

Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 750 Kilowatt-Peak. Insofern erwartet der Betreiber eine jährliche Stromerzeugung dank Sonnenkraft von 750.000 Kilowattstunden. „Damit können rein rechnerisch etwa 200 Haushalte versorgt und 480 Tonnen an Kohlenstoffdioxid pro Jahr eingespart werden“, betonte Kühnert.

Lüptitz ist das Sonnenloch des Muldentals

Besonders erfreut über die derzeitige Entwicklung im Gewerbe- und Industriegebiet zeigte sich Standortbürgermeister Weigelt und begrüßte einmal mehr das aktuelle Projekt. „Unsere Energiestrategie setzt auf Energieeffizienz und auf die Nutzung erneuerbarer Energien. Die neue Photovoltaikanlage trägt folglich zu einem zukunftsfähigen Energiemix hier im Lossatal bei.“

Immerhin, fügte er noch verschmitzt an, sei das Areal gut gewählt, da Lüptitz mit 1150 Sonnenstunden pro Jahr quasi „das Sonnenloch nicht nur der Gemeinde, sondern des Muldentals ist“. Darauf konterte Landrat Graichen ebenfalls mit einer Prise Humor, dass er für den Hinweis im Vorfeld dankbar gewesen wäre: „Dann hätten wir anders bei der Pacht verhandelt.“ Bei alledem, so der Kreisbehördenchef, „haben wir uns gerne am Projekt beteiligt, weil die Energieversorgung auch in regionaler Hand bleibt“.

Geschäftsführer Thomas Kühnert (2.v.l.) lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lossatal. Quelle: Frank Schmidt

VEM treibt Ausbau von Energiewende-Vorhaben voran

Zuletzt lobte Kühnert alle Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. „Gemeinsam bringen wir den Ausbau der regenerativen Energie weiter voran.“ Pläne dafür gebe es schon. Schließlich wurde die VEM im September 2015 gegründet, um vorwiegend im Muldental Energiewende-Vorhaben sowie Erzeugungsanlagen mit Schwerpunkt auf Sonnen- und Windkraft zu entwickeln. Gesellschafter des Unternehmens mit Sitz in Markkleeberg sind übrigens die Envia Therm GmbH und die Vispiron Energy Parks GmbH.

Vom kurzen Regenguss indes ließen sich die Protagonisten während des symbolischen Startschusses keineswegs schrecken. Oder wie es Weigelt sagte: „Bei Sonne einweihen kann jeder!“

Von Kai-Uwe Brandt

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