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Wurzen Azubis arbeiten einen Tag auf dem Gnadenhof Lossa
Region Wurzen Azubis arbeiten einen Tag auf dem Gnadenhof Lossa
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13:00 24.05.2019
Trotz der vielen Arbeit im Tierheim bleibt für Sophia Item etwas Zeit, um mit den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Gut ein Dutzend Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren vom Bildungsdienstleister Stiftung Bildung & Handwerk (SBH) Südost Wurzen haben sich die Ärmel hochgekrempelt, um im Tierheim Gnadenhof Lossa bei einem Arbeitseinsatz zu helfen. Nicht das erste Mal, wie Annett Zieger berichtete. „Wir waren vergangenes Jahr das erste Mal hier, um zu helfen. Und ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird“, sagte die SBH-Ausbilderin.

Nach den positiven Erfahrungen, die sich hoffentlich in diesem Jahr bestätigen, würde ich mich freuen, wenn daraus eine gewisse Tradition werden könnte. „Deshalb habe ich die Idee wieder einfach mal in den Klassenraum gestellt und sofort Zustimmung bekommen“, erinnert sich die Lehrpädagogin an den Aufruf. Zugegebenermaßen nicht ganz ohne Eigennutz.

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Trotz der vielen Arbeit im Tierheim bleibt für Sophia Item etwas Zeit, um mit den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. Quelle: Frank Schmidt

Kompetenzen der Jugendlichen sollen gestärkt werden

„Wir möchten damit bei den Jugendlichen ganz einfach die Kompetenzen stärken“, erklärte Annett Zieger das Ziel. Dass es dafür den Gnadenhof getroffen hatte, sei auch persönlichen Erfahrungen mit der tierischen Einrichtung zu verdanken, räumte sie ein.

„Ich weiß, was es bedeutet, für Tiere jeden Tag da sein zu müssen und wie viel persönliches Engagement der Gnadenhofmitarbeiter dahinter steckt. Da können diese Ehrenamtlichen solche Hilfe ganz gut gebrauchen“, bricht die Lehrpädagogin eine Lanze für die Tierfreunde.

Yanis Loewe (l.) und Christian Schwarz vom SBH Südost Wurzen beteiligen sich am Arbeitseinsatz im Tierheim Gnadenhof Lossa. Quelle: Frank Schmidt

Azubis nehmen Tierheimmitarbeitern Arbeit ab

Yanis Loewe ist einer der Helfer und freute sich über den Umgang mit Tieren. „In dieser Form hatte ich es noch nicht mit Tieren zu tun und muss zugeben, dass es richtig Spaß macht“, sagte der 17-Jährige. „Man tut etwas Gutes“, brachte es Christian Schwarz auf den Punkt, der auch beruflich diese Richtung im Visier hat, nämlich Landwirt werden möchte. Das zweite Mal dabei war die angehende Einzelhandelskauffrau Sophia Item. Ich freue mich wirklich, hier mal ein Tag helfen zu können.

Denn wir nehmen den Tierheimmitarbeitern viel Arbeit ab, damit sie sich auf die Pflege konzentrieren können“, sagte die 25-Jährige. Und so wurden nicht nur Tierboxen, verschiedene Stallanlagen gereinigt, auch eine Bienenwiese konnte angelegt werden. „Damit wollen und können wir der Natur etwas zurückgeben“, waren sich die Jugendlichen einig.

Von Frank Schmidt