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Wurzen Grimmaer Jugendhaus mit rechten Parolen beschmiert
Region Wurzen Grimmaer Jugendhaus mit rechten Parolen beschmiert
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15:54 26.09.2019
Für Kinder unterschiedlicher Herkunft ist das Kinder- und Jugendhaus in Grimma eine wichtige Adresse. Quelle: Thomas Kube
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Landkreis Leipzig

Erneut hat es Anfeindungen gegen das von der Diakonie in Grimma bewirtschaftete Kinder- und Jugendhaus Come In gegeben. Wie die Servicestelle für Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsförderung der Lokalen Partnerschaft für Demokratie informiert im Landkreis Leipzig informierte, sei die Eingangstür zum wiederholten Mal mit rechtsnationalem Gedankengut verschandelt worden. Die Einrichtung hat sich mit offener Jugendarbeit profiliert und leistet eigenen Angaben zufolge Pionierarbeit bei der Integrationspolitik. So besuchen Sechs- bis 15-Jährige, die einen Migrationshintergrund haben, die Einrichtung.

Grimmaer Einrichtung um Austausch der Kulturen bemüht

Während der momentan stattfindenden Interkulturellen Wochen haben nicht nur in Grimma, sondern auch in Colditz und Wurzen vielfältige Veranstaltungen die Türen zu anderen Kulturen geöffnet und zahlreiche Besucher angelockt. Beim gemeinsamen Kochen und Essen oder auch im Rahmen von Gottesdiensten und Kinderfesten lernen sich ganze Familien unkompliziert kennen.

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Stefan Kosiek, Leiter des Kinder- und Jugendhauses Come In: „Mit unserer Teilnahme machen wir deutlich, dass wir uns hier in Grimma um einen offenen Austausch zwischen den Kulturen bemühen. Einheimischen und zugewanderten Mitbürgern bieten wir die Möglichkeit, sich außerhalb von Vorbehalten oder vorgefertigten Meinungsbildern im lockeren Rahmen eines Festes, begegnen und kennenlernen zu können.“ Dass der offene Treff erneut beschmiert wurde, bestätigt Kosieks generellen Ansatz: „Angesichts zunehmender, rechtsextrem motivierter Anfeindungen, ist es für uns, als Einrichtung der Diakonie, mehr als notwendig geworden, sich für die Vermittlung und den Erhalt christlich gesellschaftlicher Werte stark zu machen.“

Landrat Graichen verurteilt Anfeindungen in Grimma

Die Koordinierungsstelle der Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig, die beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e. V. liegt, verurteilt diese Anfeindung klar. Auch Landrat Henry Graichen äußert sich zu den Vorkommnissen: „Die Veranstalter schaffen im Rahmen der Interkulturellen Woche Räume zur Begegnung, um Vorurteile abzubauen und ein gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Weltbilder zu ermöglichen. Dies unterstütze ich als Schirmherr gern, denn wir sind verantwortlich dafür, Integration zu ermöglichen und die gesellschaftlichen Veränderungen zu diskutieren.“

Von LVZ

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