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Wurzen Hohburg lockt mit Spielzeug und Tierfotografien zum Advent
Region Wurzen Hohburg lockt mit Spielzeug und Tierfotografien zum Advent
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09:37 22.11.2018
Fleißige Helfer: Helga Wuttke und Rainer Skoruppa vom Heimatverein sorgten mit für anheimelnde Adventsstimmung im Hohburger Steinarbeiterhaus.
Fleißige Helfer: Helga Wuttke und Rainer Skoruppa vom Heimatverein sorgten mit für anheimelnde Adventsstimmung im Hohburger Steinarbeiterhaus. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal/Hohburg

Das Museum Steinarbeiterhaus in Hohburg ist immer einen Ausflug wert, besonders aber zur Vorweihnachtszeit. Denn seit nunmehr 30 Jahren eröffnet die Einrichtung in der Kirchgasse 5 stets zum Buß- und Bettag ihre traditionelle Adventsausstellung. „Diesmal präsentieren wir einen Querschnitt unserer Spielzeugsammlung“, lockt Museumsleiter Matthias Müller zum Besuch.

85 Jahre alte Puppenhäuser

Zu den Schätzen, die einst Groß und Klein gerade als Geschenk unterm Weihnachtsbaum begeisterten, gehören unter anderem drei Puppenhäuser – „allesamt Marke Eigenbau und circa 85 Jahre alt“. In der guten und kuschlig warmen Stube steht außerdem ein Kindertraum aus den 30er-Jahren. Die Dampfmaschine im Miniaturformat treibt sogar heute noch einen Rummelplatz an. Gleich daneben reihen sich Holzspielzeuge aneinander, darunter eine Dampfwalze und ein Planen-Lastwagen. Jene Sachen, erzählt Müller, erfreuten früher gleich mehrere Generationen, weil sie weitergereicht wurden.

Weihnachtspyramide über drei Etagen

Überall gibt es irgendetwas im Steinarbeiterhaus zu entdecken. Zum Beispiel eine Pyramide über drei Etagen mit Bergmannsaufzug aus dem Erzgebirge, die der Drechsler Wolfgang Weigelt aus Jöhstadt herstellte. „Ein Prachtstück“, schwärmt Müller, während im Flur des Obergeschosses ein antiker Metallständer die geschmückte Tanne dreht und daraus dank einer integrierten Spieluhr Weihnachtslieder erklingen. Doch nicht allein das Spielzeug lässt die ersten Gäste zum Auftakt staunen.

Tierfotografien von Oliver Richter

Für Würze der aktuellen Schau sorgen zudem die Tierfotografien des gebürtigen Wurzeners Oliver Richter, Jahrgang 1969. Schon als Kind war Richter, der jetzt in Grimma lebt, jede freie Minute in der Natur. 2006 entdeckte er dann seine Leidenschaft für die Naturfotografie. Der Autodidakt nutzt jede freie Minute, um seine Motive vor die Linse zu bekommen. „Und es sind wahrlich spektakuläre Aufnahmen“, lobt Gastgeber Müller die Arbeiten seines Gegenübers. Schließlich greift der Museumsleiter selber gern zur Kamera. „Ich ziehe meinen Hut vor Oliver Richter, weil ich weiß, dass nicht nur Zeit und Geduld dazu gehören, sondern ebenso fachliches Wissen.“ Zu seinen Favoriten an den Wänden zählt Müller daher den „Tanz der Haubentaucher“, den „Eisvogel im Rüttelflug“ sowie den „Starenschwarm beim Baden“.

Ausstellung noch bis 23. Dezember zu sehen

Auf Hochglanz bannte Richter ferner Winterlandschaften. „Sehr gut zu sehen ist hier übrigens die mäandernde Mulde bei Eilenburg“, zeigt Müller auf ein Bild, welches mittels Drohne aufgenommen wurde.

Der Eröffnungsnachmittag mit Oliver Richter endete jedenfalls zum Buß- und Betttag in gemütlicher Atmosphäre bei Stollen und Bohnenkaffee. Die traditionelle Adventsausstellung im Museum Steinarbeiterhaus Hohburg mit Spielzeug und Tierfotografien läuft noch bis zum 23. Dezember.

Öffnungszeiten Sonntag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr, für Gruppen nach Voranmeldung unter Telefon 034263/4 13 44

Von Kai-Uwe Brandt