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Wurzen IHK-Präsident besucht Wurzener Gießerei
Region Wurzen IHK-Präsident besucht Wurzener Gießerei
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17:47 11.04.2019
Marcus Bauch (l.) von der Gießerei Wurzen hatte Vertreter von der Standortinitiative Wurzen und dem IHK-Präsident Kristian Kirpal (r.) zu Besuch. Quelle: Frank Schmidt
Wurzen

Auf Einladung der Standortinitiative Wurzen besuchte Kristian Kirpal, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, am Mittwoch die Gießerei Wurzen. Dort wurden er und gut ein Dutzend Vertreter der Standortinitiative vom Betriebsleiter Marco Bauch begrüßt.

Er führte seine Gäste durch die traditionsreiche Produktionsstätte. Im Anschluss traf sich die Runde zu einem Gespräch im „Mittagsgericht“ (vormals Amtsgericht am Stadthaus), um über Schwerpunkte der IHK-Arbeit zu sprechen, die den Industrie- und Wirtschaftsstandort Wurzen betreffen.

Gießerei mit langer Firmentradition

„Die Gießerei ist in Wurzen 1879 erstmals urkundlich erwähnt worden. Damals als Maschinenfabrik, aber auch als Gießerei zur Herstellung von speziellen Kondensatoren“, begann Bauch seinen Streifzug durch die Historie des Betriebes. In seine Ausführungen ließ er auch die Enteignung zum Volkseigenen Betrieb (VEB) zu DDR-Zeiten ebenso einfließen wie die erneute Privatisierung und Überführung in eine Aktiengesellschaft nach dem Fall der Mauer.

IHK-Präsident Kristian Kirpal und Eberhard Lüderitz von der Standortinitiative Wurzen werden in der Gießerei Wurzen vom Betriebsleiter Chef Marco Bauch empfangen Quelle: Frank Schmidt

Damit wurde Wurzen zum Produktionsstandort für Bauteile, die in der Holz verarbeitenden Industrie benötigt wurden und die es bis dahin in dieser Größenordnung deutschlandweit nicht gegeben hatte. Das Produktspektrum habe sich aber inzwischen geändert, so Bauch. Heute werden Gusserzeugnisse für nahezu alle Industrie- und Wirtschaftsbereiche gefertigt. Jedoch nicht in Serie oder Massenproduktion, sondern stets nur kundenbezogene Bauteile.

Wurzen mit hoher Arbeitsplatzdichte im Kammerbezirk

So traditionsreich die Gießerei in der Dresdener Straße auch ist, Betriebsleiter Bauch wundert sich nicht darüber, dass sein Unternehmen eher unbekannt ist. Gleichwohl im Betrieb knapp 30 Menschen in Lohn und Brot stehen und zwei Auszubildende für ihr das Arbeitsleben fit gemacht werden.

Mitglieder der Standortinitiave Wurzen besuchen die Gießerei in Wurzen Quelle: Frank Schmidt

Eberhard Lüderitz von der Standortinitiative betont die Bedeutung des Industriestandorts: „Immerhin hat Wurzen die höchste Arbeitsplatzzahl pro Einwohner im Kammerbezirk. Ich denke, dass sollte nach außen getragen werden.“ Der Kammerpräsident indes lobte die Aktivitäten der Standortinitiative, die es auch als Gewerbestammtische in anderen Kommunen gibt. „Über dieses Netzwerk werden Wertschöpfungsketten geschaffen, was für die Steigerung der Wirtschaftskraft enorm wichtig ist“, sagte Kirpal.

Von Frank Schmidt

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