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Wurzen In Falkenhain wird eine moderne Kita gebaut
Region Wurzen In Falkenhain wird eine moderne Kita gebaut
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14:09 22.07.2019
Blick von der Hängebrücke des nahe Spielplatzes: Im Hintergrund befindet sich das Areal, auf dem der künftige Kita-Ersatzneubau errichtet wird.
Blick von der Hängebrücke des nahe Spielplatzes: Im Hintergrund befindet sich das Areal, auf dem der künftige Kita-Ersatzneubau errichtet wird. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal

Zur letzten Sitzung der Legislatur des alten Gemeinderates hat Hagen Weidemüller vom Büro Weidemüller Hochbauplanung aus Wurzen die Lossataler Volksvertreter über die Details des künftigen Kita-Ersatzneubaus im Ortsteil Falkenhain informiert. An der Karl-Haupt-Straße, hinter dem Rathaus und der Kaufhalle, soll die kommunale Einrichtung mit 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen entstehen – Kostenpunkt etwas über zweieinhalb Millionen Euro.

Einen Namen für das Objekt mit einer Nutzfläche von 650 Quadratmeter, einem großzügigen Garten und einladendem Foyer gibt es schon. Aufgrund des nahen Horstes von Adebar auf dem Schornstein schlug der Falkenhainer Ortschaftsrat die Bezeichnung Kita „Am Storchennest“ vor.

Baugenehmigung aus der Kreisbehörde liegt vor

Zunächst schilderte Weidemüller den Räten im Steinsaal des Hohburger Kulturhauses den bisherigen Projektablauf. Demnach erfolgte im Frühjahr 2018 die europaweite Ausschreibung der Planungsleistung. Bereits im Sommer erhielt Weidemüller den Zuschlag und begann mit dem Entwurf des Bauvorhabens, welcher innerhalb der Planungsgruppe vorgestellt wurde. Zum Team gehören die Leipziger Lantzsch Ingenieure GmbH, das Ingenieurbüro Heizung-Lüftung-Sanitär Detlef Kern aus Eilenburg, Ingenieurbüro Elektroplan aus Wurzen sowie die Kraftfluss Planung GmbH mit Sitz in Lützen (Burgenlandkreis).

So soll die Kindertagesstätte "Am Storchennest" nach ihrer Fertigstellung einmal aussehen. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Am 26. November wurde schließlich der Bauantrag gestellt. Das Landratsamt genehmigte die Unterlagen Mitte April dieses Jahres. Zwischenzeitlich erstellte das Büro die Gestaltung der Außenanlage und berechnete im Juni die Kosten. Diese schlüsseln sich wie folgt auf: Für die Errichtung des Kita-Gebäudes in V-Form veranschlagte das Büro insgesamt 2,154 Millionen Euro, der Außenanlage 179 000 Euro und des Vorplatzes, welcher zwölf Pkw-Stellflächen beinhaltet, knapp 220 000 Euro.

Krippe und Kindergarten erhalten je einen Gebäudeflügel

Weidemüller zufolge bietet das 84 Quadratmeter große Foyer den Kindern viel Platz zum Spielen und Toben. Darüber hinaus befindet sich hier ein Mehrzweckraum von 59 Quadratmeter mit einer Empore, die auch als Bühne genutzt werden könne. Ausgabeküche, ein Kinderwagenraum und Integrationszimmer komplettieren den Bereich. Rechts und links davon zweigen die beiden Flügel der Krippe und des Kindergartens ab.

Die Krippe verfügt über zwei Gruppenräume, einen separaten Schlafraum und eine offene Garderobe. Ebenfalls im Trakt wird der Technikraum integriert. „Für den Kindergarten haben wir mit zwei Gruppenräumen eine offene Situation angedacht.“ Vorhanden seien hier unter anderem verschiedene Abstellräume, das Büro für die Kita-Leitung, der Personalraum und eine Toilette mit direktem Zugang zum Garten.

Beim Blick über die Karl-Haupt-Straße lässt sich die künftige Zufahrt für den Kita-Neubau erkennen. Die Einrichtung bietet nach Fertigstellung 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätze. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Im Anschluss erläuterte Chefplaner Weidemüller seinen interessierten Zuhörern noch einige technische Parameter. Für die Beseitigung des Schmutzwassers erhält das Objekt eine Kleinkläranlage sowie einen Regenwasserspeicher zur gärtnerischen Nutzung. Große Fensteröffnungen und Oberlichter sorgen zudem für natürliche Beleuchtung. Im Haus werde LED-Technik installiert. Und nicht zuletzt gehöre zum Flachbau eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher. Von außen zeigen sich die beiden Flügel der Storchennest-Kita nach Fertigstellung mit einer Lärchenholzfassade.

Vorhaben gliedert sich in drei Bauabschnitte

Die Umsetzung des Vorhabens gliedert sich in drei Abschnitte. Etappe eins beinhaltet die Gestaltung des Vorplatzes mit den Stellflächen. Danach ziehen die Firmen den eigentlichen Bau hoch, und zum Schluss geht es an die Außenanlage.

Seitens der Abgeordneten gab es am Ende des Vortrages nur die eine oder andere Verständnisfrage. Alles in allem herrschte breite Zustimmung und Freude über das Projekt. „Wenn der Plan so realisiert wird, wird es ein Schmuckstück“, sagte beispielsweise CDU-Gemeinderat Johannes von Carlowitz. Wie Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) mitteilte, steht ein genauer Starttermin noch aus.

Von Kai-Uwe Brandt