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Wurzen Jubiläum: Justizminister im Kinderheim
Region Wurzen Jubiläum: Justizminister im Kinderheim
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13:52 23.09.2018
Alle Hände voll zu tun: Clown Monello war den ganzen Sonnabend über dicht umlagert von den Kinderheim-Bewohnern und den jüngeren Jubiläums-Gästen. Quelle: Roger Dietze
Machern

Party auf allen Etagen: So lässt sich am treffendsten das bunte Treiben beschreiben, das am Sonnabend im Kinderheim Machern über die Bühne ging. Zusammen mit dem diesjährigen Herbstfest und dem Tag der offenen Tür wurde das 25-Jährige der Einrichtung im Eichenweg gefeiert.

Prall gefülltes Programm

Das prall gefüllten Programm beinhaltete unter anderem Ponyreiten, Kinderschminken, einen Kletterparcours, Kutschfahrten sowie eine Tombola mit attraktiven Hauptpreisen. Auf der Bühne sorgten die Bands Stillbruch und Karussell sowie die Guggeformation Blablös für das akustische Rahmenprogramm.

Justizminister Sebastian Gemkow besuchte das Kinderheim in Machern zum 25. Jubiläum. Quelle: Kinderheim

Parallel hatten die Besucher die Möglichkeit, das Haus kennenzulernen und sich mit dem pädagogischen Konzept der Kinderheim Machern gGmbH vertraut zu machen. Diese betreut an ihrem Hauptstandort Machern zwei Projekte. Zum einen das 14 Plätze umfassende und sich aktuell in der räumlichen Erweiterung befindliche Projekt „Villa“, bei dem es sich um eine heilpädagogische Einrichtung mit zusätzlichen pädagogischen und therapeutischen Angeboten handelt. Und zum anderen das familienähnliche Innenwohnprojekt „Waldhaus“, in dessen Rahmen ebenfalls zusätzliche pädagogische und therapeutische Leistungen erbracht werden.

Projekte in Leipzig und den Landkreisen

Ferner betreut der Träger in der Stadt Leipzig und den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig drei heilpädagogische Wohngruppen mit insgesamt 14 Plätzen sowie fünf Familienwohngruppen mit insgesamt 23 Plätzen. Darüber hinaus begleitet die Kinderheim Machern gGmbH ein betreutes Jugendwohnprojekt namens „Engelgarten“, ein ambulantes Hilfsprojekt mit dem Namen „Stabil“ und ist zudem derzeit in Leipzig dabei, gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern ein Patenschaftsprojekt für Kinder und Jugendliche psychisch erkrankter Eltern aufzubauen.

Die Kinder hatten viele Möglichkeiten zur Beschäftigung. Quelle: Roger Dietze

An Arbeit jedenfalls mangelt es Geschäftsführer Sebastian Kalamorz und seinen rund 80 Mitarbeitern nicht. „Während wir uns früher um Kinder bemühen mussten, um unsere Betreuungsplätze zu besetzen, besteht heute an Plätzen ebenso Bedarf wie an Fachkräften“, so Kalamorz. Dies habe zum einen mit den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, zum anderen aber auch damit zu tun, dass eine erhöhte Aufmerksam im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe bestehe.

Aktuell 115 Kinder in Obhut

Aktuell kümmert sich die gemeinnützige Gesellschaft um 70 Kinder und Jugendliche in den stationären Projekten und um weitere 45 ambulant, seit der Gründung der Einrichtung summiert sich die Zahl auf 825. „Das klingt zwar nicht sonderlich viel, mancher wird von uns aber von klein auf bis zum 16. oder gar 18. Lebensjahr betreut“, erläutert der Geschäftsführer, der den samstäglichen Gästen nicht ohne Stolz von der Existenz eines Kabaretts namens „Heimlichtuer“ und einer Jugendband berichtete. „Diese beiden Projekte zeigen, welches Potenzial in unserem Nachwuchs steckt“, so Sebastian Kalamorz.

Innovativer Arbeitgeber

Eine Menge Beiträge zu diesem Thema beisteuern könnte sicherlich auch Silke Seifert, die seit der Gründung des Macherner Kinderheimes zum Team gehört und seit 20 Jahren das Familienhaus Althen betreut. „Begonnen habe ich mit elf Kindern, jetzt sind es noch vier, und der größte der elf hat heute den Shuttlebus gesteuert“, berichtet die End-Vierzigerin, die ihren Arbeitgeber als „total innovativ“ bezeichnet und als einen, der ihr alle Möglichkeiten gebe, sich pädagogisch zu verwirklichen. „Für mich gibt es nichts Schöneres als mit Kindern den Alltag zu bewältigen.“

Und hin und wieder mit ihnen zu feiern. Sonnabendnachmittag unter anderem mit dem sächsischen Justizminister Sebastian Gemkow (CDU), der es sich nicht nehmen ließ, die Geburtstagstorte eigenhändig anzuschneiden. Er machte den Kinderheim-Bewohnern Mut und bestärkt sie darin, an sich zu glauben.

Von Roger Dietze

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