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Wurzen Kapsdorfer Nachbarbier sagt Adieu zum alten Kultursaal
Region Wurzen Kapsdorfer Nachbarbier sagt Adieu zum alten Kultursaal
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18:50 10.02.2019
Die Show „Let’s Dance“ machte in Hohburg Station. Quelle: Bert Endruszeit
Lossatal/Hohburg

Furioser Abschied vom Hohburger Kultursaal: Mit dem diesjährigen Kapsdorfer Nachbarbier ging am Sonnabend ein Kapitel der Hohburger Geschichte zu Ende. Nach vielen Jahrzehnten bunter Feste erfährt der Kultursaal in den kommenden Monaten eine umfassende Sanierung.

Lossatal und Kapstadt pflegen Gemeinsamkeit

Anlass genug für die Kapsdorfer, ihr buntes Programm mit viel Engagement über die Bühne zu bringen. Unter dem Motto „Kapsdorf kann’s kurios und träumt sich ganz groß“ erhielt das schon 1835 nach Hohburg eingemeindete Dorf kurzerhand Stadtrecht und durfte sich nun Kapstadt nennen. Das zog natürlich das Fernsehen an - „Germanys Next Topmodel“ wurde nun direkt im Kultursaal gedreht. Und auch die Show „Let’s Dance“ ließ hier das Parkett beben.

Das traditionelle Kapsdorfer Nachbarbier ging am Samstag in Hohburg über die Bühne

Kapsdorfer pflegen Nachbarschaft sei mehr als 200 Jahren

Hinter dem Kapsdorfer Nachbarbier steht traditionell immer eine andere Familie, in diesem Jahr waren es Anne Buckau und René Fleck. Die holen sich dann fürs Organisatorische viele zusätzliche Helfer aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Dazu zählte auch Andreas Hubrich. „Die Traditionen gehen bei uns bis auf das Jahr 1776 zurück“, sagte er. Schon damals hätten sich die Kapsdorfer zusammengeschlossen, um für verstorbene Nachbarn die Bestattung zu organisieren. „Das war gewissermaßen eine Frühform der Sterbegeldversicherung“, so Hubrich.

Daraus seien viele Gemeinsamkeiten entstanden, Höhepunkt ist nun das Nachbarbier. „In den Neunzigerjahren hatten wir hier kaum noch junge Leute, der Saal wurde nicht voll“, erzählte Hubrich. Doch das habe sich glücklicherweise geändert, rund 240 Gäste waren vor Ort. „In den letzten vier bis fünf Jahren gab es einen deutlichen Trend - die Jugend bleibt wieder hier.“ Junge Leute würden auch verstärkt Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen. Das wurde beim aktuellen Programm deutlich - hier wirkten auch viele Jüngere mit.

Von Bert Endruszeit

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