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Wurzen Katholiken von Grimma und Wurzen rücken zusammen
Region Wurzen Katholiken von Grimma und Wurzen rücken zusammen
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04:06 06.05.2019
Volles Festzelt: Hier findet eine Grußwortrunde statt, die dem Zusammenschluss der bislang selbstständigen katholischen Pfarreien Wurzen und Grimma zur Gesamtpfarrei „St. Franziskus“ dient. Quelle: Roger Dietze
Wurzen/Grimma

Die Ökumene stand am Sonntagvormittag im Mittelpunkt des zweiten Teiles der Feierlichkeiten im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der bislang selbstständigen katholischen Pfarreien Wurzen und Grimma zur GesamtpfarreiSt. Franziskus“. Nach einem Festgottesdienst in der Wurzener Herz-Jesu-Kirche, an der unter anderem der Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, teilnahm, sorgte eine in das allgemeine Festprogramm integrierte Grußwortrunde für ein proppevolles Festzelt.

Wallnussbaum für Muldentaler Katholiken

In diesem brachte Elisabeth Fichtner, Vikarin unter anderem in den evangelischen Kirchgemeinden Naunhof und Trebsen, die Ökumene, sprich den Prozess der Einigung und Zusammenarbeit der verschiedenen Konfessionen, am symbolhaftesten mit dem Geschenk eines Wallnussbaumes an die neue Pfarrei zum Ausdruck. „Dieses Bäumchen ist auf evangelischem Boden angewachsen, und es möge auf katholischem Früchte tragen.“

Segenswünsche für die Ökumene

Horst Schulze, Superintendent im Ruhestand Wurzen. Quelle: Andreas Röse

Zu Wort meldete sich in Person des Superintendenten i. R. Horst Schulze auch ein kirchliches Schwergewicht des Muldentales zu Wort. Und dies deutlich über die drei Minuten hinausgehend, die allen Grußwortübermittlern von Moderator Manfred Müller als zeitliche Richtschnur mit auf den Weg gegeben worden waren, was wiederum vor dem Hintergrund der Verdienste, der Würde sowie des hohen Alters des Alt-Domherren vom Publikum mit großer Toleranz getragen wurde. Horst Schulz seinerseits verband die Neustrukturierung der katholischen Gemeinden im Muldental mit dem Symbol des Brückenbaus, sowohl im räumlich-struktureller Hinsicht zwischen den Menschen aus der Grimmaer und der Wurzener Region, wie auch in ökumenischer. „Dem Zusammenwachsen der beiden Pfarreien kann aus meiner Sicht auch der Begegnung mit Gläubigen der anderen christlichen Konfession förderlich sein“, so der 84-Jährige, der sich ganz allgemein Gottes Segen für das gemeinsame Miteinander der Konfessionen wünschte, „das in der Vergangenheit nicht immer gelungen ist“.

Heiliger Franziskus ist Patron der neuen Pfarrei

Gelungen ist für Wurzens evangelischen Pfarrer Alexander Wieckowski die Wahl des Heiligen Franziskus als Patronat für die neue katholische Pfarrei. „Auch die evangelische Kirche hat ja in der jüngsten Zeit den Heiligen im Allgemeinen wieder eine größere Wertschätzung entgegen gebracht“, so der evangelische Gottesmann, der den am 16. Juli 1228 durch Gregor IX. heilig gesprochenen Franz von Assisi in seinem Grußwort als einen etwas ungewöhnlichen Paten zum einen für „Aussteiger“ und zum anderen für „Schlankmacher“ und „Straßenbauer“ bezeichnete. Aussteiger deshalb, weil auch die Kirchen Typen wie den Sohn eines Tuchhändlers dringend bedürften, der sich vom Ballast des irdischen Wohlstandes trennte und zu einem bedeutenden Ordensgründer wurde. Typen, die man auch als Querdenker bezeichnen könne. „Ein Schlankmacher ist Franz von Assisi in der Hinsicht, dass er uns daran ermahnt, im Glauben schlank zu werden und Fettschichten abzutragen, die uns bequem und unbeweglich machen“, so Wieckowski, der den „Straßenbauer“ Franz von Assisi beiden Konfessionen als Vorbild dafür vor Augen führte, für die Menschen Zufahrtsstraßen zur Bibel, zu innerer Einkehr sowie zu sozialem Engagement anzulegen.

Von Roger Dietze

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