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Wurzen Landkreis Leipzig: Winterdienst bunkert 7300 Tonnen Salz
Region Wurzen Landkreis Leipzig: Winterdienst bunkert 7300 Tonnen Salz
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15:00 10.12.2019
Auch in der Straßenmeisterei Zwenkau ist die Salzhalle gut gefüllt. Quelle: André Kempner
Landkreis Leipzig

Noch sind den meisten Kraftfahrern im Landkreis Leipzig größere Schlitterpartien erspart geblieben. Von einer flächendeckenden Schneedecke war noch ebenso wenig zu sehen wie von spiegelglatten Fahrbahnen. Dennoch sind die vier Straßenmeistereien der Region für den Tag X gerüstet. „Bereits im Sommer beginnen die Vorbereitungen für den Winterdienst“, erklärt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes. Auch in diesem Jahr wurden die Hallen wieder ordentlich gefüllt.

„In den Salzlagern der Straßenmeistereien in Borna, Großbothen, Wurzen und Zwenkau liegen 4780 Tonnen bereit.“ Um Engpässe zu vermeiden, wurde noch eine zusätzliche Lagerhalle angemietet. Hier seien weitere 2500 Tonnen gebunkert, so die Sprecherin. Außerdem wurden noch etwa 130 Tonnen Salz als Sole eingelagert, „Damit stehen insgesamt rund 7300 Tonnen Auftausalz zur Verfügung, die – einen durchschnittlichen Wetterverlauf vorausgesetzt – die Winterperiode abdecken dürften.“

Die Straßenmeistereien des Landkreises sind für einen harten Winter gewappnet. Quelle: dpa

Landkreis für knapp 1200 Kilometer Straßen zuständig

Insgesamt ist der Landkreis für knapp 1200 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zuständig. Hinzu kommen noch viele Geh- und Radwege, die außerorts geräumt werden müssen. Dafür steht eigene Technik, aber auch die von Vertragspartnern in den Startlöchern. Der Landkreis selbst verfügt über acht Lkw, acht Unimog sowie vier Multicars. Drei Schneeschleudern, eine Schneefräse, 44 Seitenräumer sowie 40 Streugeräte komplettieren das Sortiment im Kampf gegen die weißen Kristalle.

„Ergänzt wird diese Flotte durch Fuhrunternehmen, die vertraglich für den Winterdienst gebunden wurden“, gibt Laux zu Protokoll. „Falls erforderlich, können so weitere 18 Lkw sowie zwei Traktoren abgerufen werden.“ Die gesamte Technik wurde in den Sommermonaten überholt und teilweise auch ersetzt.

Straßenmeistereien setzen auf Feuchtsalzprinzip

Viel hilft viel ist dabei nicht die oberste Devise. „Die Streugeräte arbeiten nach dem Feuchtsalzprinzip, da sich mit dieser Technologie das Salz wirkungsvoll einsetzen lässt und sich Verluste durch Verwehung in Grenzen halten.“ Ohnehin stehe ein effektiver Salz-Einsatz auf der Tagesordnung – auch mit Blick auf den Umwelt- und Gewässerschutz.

Insgesamt ist der Landkreis für knapp 1200 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen zuständig. Quelle: dpa

Den Wunsch vieler Autofahrer, auch bei dichtem Flockenwirbel über schwarzen Asphalt zu rollen, werden die Straßenmeistereien ohnehin nicht erfüllen können. Diese Verpflichtung bestehe auch nicht, betont die Sprecherin. Der Landkreis hat die Straßen in drei Kategorien eingeteilt, die sich an der Verkehrsbelastung orientieren. „Für Straßen in der Dringlichkeitsstufe A sollte die Befahrbarkeit bis 6 Uhr werktags und sonntags sowie feiertags gegen 8 Uhr gegeben sein. Die Straßenabschnitte mit den Dringlichkeitsstufen B und C sollten werktags ab 8 Uhr und sonntags beziehungsweise feiertags ab 10 Uhr befahrbar sein.

Gesamtes Straßennetz des Landkreises abfahren dauert dreieinhalb Stunden

Um das gesamte Straßennetz des Landkreises einmal komplett zu bedienen, werden mindestens dreieinhalb Stunden benötigt“, nennt Laux eine weitere Hausnummer. Wenn es besonders dicke kommt, arbeiten die Kollegen in drei Schichten rund um die Uhr. Was sich in der Wetterküche zusammenbraut, weiß in der Regel der Deutsche Wetterdienst. „Dieser übermittelt detaillierte Berichte und Wetterwarnungen direkt an die Straßenmeistereien.“

Um die weiße Pracht an besonders neuralgischen Stellen zurückzuhalten, wurden dieser Tage noch die letzten Schneezäune aufgestellt. Das Prozedere hatte sich in diesem Jahr verzögert, da laut Landkreis etliche Felder von den Agrarbetrieben erst spät beräumt wurden.

Von Simone Prenzel

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