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Wurzen Leser spenden 4710 Euro für Kinderstation im Krankenhaus Wurzen
Region Wurzen Leser spenden 4710 Euro für Kinderstation im Krankenhaus Wurzen
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15:19 30.10.2017
Jede Menge Nachschub an Trostteddys kann das Team der Kinder- und Jugendstation um Chefärztin Dr. Katrin Gröger (r.) im Krankenhaus Wurzen dank der Spenden von LVZ-Lesern besorgen. Dr. Bär sorgt dafür, dass kleine Patienten wie Hannah Mittasch Weihnachten nicht im Krankenhaus bleiben müssen.
Jede Menge Nachschub an Trostteddys kann das Team der Kinder- und Jugendstation um Chefärztin Dr. Katrin Gröger (r.) im Krankenhaus Wurzen dank der Spenden von LVZ-Lesern besorgen. Dr. Bär sorgt dafür, dass kleine Patienten wie Hannah Mittasch Weihnachten nicht im Krankenhaus bleiben müssen.   Quelle: Andreas Döring
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Wurzen

 Hannahs Augen schauen ganz traurig. Zwei Tage vor Weihnachten musste die zweieinhalbjährige mit einer schweren Bronchitis ins Krankenhaus. Auf der Kinderstation des Krankenhauses Wurzen sind die Schwestern und Ärzte zwar alle ganz lieb und auch Mama Madeleine ist da. Aber Weihnachten im Krankenhaus? „Wenn sie tapfer ist und viel trinkt, dann dürfen wir bestimmt pünktlich nach Hause“, redet Madeleine Mittasch der kleinen Hannah Mut zu. Und auch die Chefärztin Dr. Katrin Gröger ist zuversichtlich: „Das sieht doch schon viel besser aus als gestern.“ Dann bekommt Hannah einen Dr. Bär geschenkt. Der Trostteddy hat Zauberkräfte und wird ihr beim Gesundwerden helfen. Hannahs Augen strahlen, als sie sich den putzigen kleinen Helfer im grünen Operationskittel anschaut. „Der gehört jetzt mir“, sagt sie und lacht schon ein bisschen. Lachen ist schließlich die beste Medizin.

Es ist einer dieser Momente, in denen klar wird, wie wichtig die kleinen Gesten für die kleinsten Patienten sind. Mit der LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ haben die Leser und Spender deswegen noch viel mehr gespendet als die großartige Summe von 4710 Euro – jede Menge Zauberkräfte, die Kindern wie Hannah Trost und Kraft geben. „Den Teddy wollen sogar unsere 17-Jährigen haben“, weiß Stationsschwester Annett Arnold.

„Wir freuen uns sehr über die begeisterte Unterstützung für unsere Trostteddys. Es ist uns sehr wichtig, Kinderpatienten während ihrer medizinischen Behandlung auch die optimale pflegerische und seelische Betreuung ermöglichen zu können. Der kleine Trostteddy ist ein Symbol dafür und hat oft magische Wirkung, macht mutig und hört immer zu. Vielen Dank allen großen und kleinen Spendern für die Zuwendung und ihre herzerwärmende Anteilnahme an den Schicksalen auf unserer Station für Kinder- und Jugendmedizin am Krankenhaus Wurzen. Jedem operierten Kind wird die Zeit seiner Krankheit durch Dr. Bär leichter werden“, spricht Dr. Uwe Krause, Medizinischer Geschäftsführer der Muldentalkliniken, aus, was alle in der Klinik denken.

Mit den Spenden der LVZ-Leser kann die Trost-Aktion im Krankenhaus Wurzen jetzt weitergehen. Die Idee gelangte über eine Mutter an die Krankenhausleitung. „Die Mutter eines kleinen Patienten schlug vor, Kuscheltiere an die Kinder zu verteilen. Wir fanden die Idee super und haben uns sofort an die Umsetzung gemacht.“ Auch Chefärztin Gröger war mehr als angetan von der Idee. „Das ist eine ganz tolle Sache. Welches Kind freut sich nicht, wenn es nach überstandener Operation einen Teddy als Auszeichnung der eigenen Tapferkeit bekommt.“ Und genau darum geht es bei Dr. Bär, dem Botschafter der Tapferkeit, der seine Zauberkräfte hoffentlich ausgiebig an die kleine Hannah und die anderen Kinder verteilt hat, die kurz vor Weihnachten auf der Station bleiben mussten. Wenn Hannah heute am Weihnachtsbaum sitzt, wird auch Dr. Bär dabei sein.

Alles zur LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ lesen Sie im Internet unter www.lvz.de/spendenaktion

Von Thomas Lieb