Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Macherner Firma legt Grundstein für Firmenerweiterung
Region Wurzen Macherner Firma legt Grundstein für Firmenerweiterung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:03 19.06.2018
Die Firma Lohnitz Glas + Spiegel KG legte in Machern feierlich den Grundstein für die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten. Geschäftsführer Mario Lohnitz beim Versenken einer mit Dokumenten und Euro-Münzen gefüllten Hülse.
Die Firma Lohnitz Glas + Spiegel KG legte in Machern feierlich den Grundstein für die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten. Geschäftsführer Mario Lohnitz beim Versenken einer mit Dokumenten und Euro-Münzen gefüllten Hülse. Quelle: Annett Fiedler
Anzeige
Machern

Das Macherner Familienunternehmen Wolf-Dierk Lohnitz Glas + Spiegel KG schreibt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. In der Polenzer Straße in Machern legte Geschäftsführer Mario Lohnitz jetzt gemeinsam mit zahlreichen Geschäftspartner den Grundstein für eine Erweiterung der Produktionskapazitäten. Der Senior Wolf-Dierk Lohnitz (73), der dem Unternehmen noch heute den Namen gibt, hielt sich dezent im Hintergrund. Kein Wunder: Bei seinem 41-jährigen Nachfolger weiß er die Firma in guten Händen.

Lohnitz war zur DDR-Zeit Chef der Produktionsgenossenschaft (PGH) Bild und Glas in Leipzig. 1991 machte er sich selbstständig. Glück und Glas – wie leicht bricht das... Eine Weisheit, die jedenfalls nicht für die Entwicklung von Umsatz und Mitarbeiterzahl des Macherner Glasveredlers gilt. Quasi vom Ein-Mann-Unternehmen entwickelte sich der Betrieb zum erfolgreichen Mittelständler. Vielerorten, wo es blinkt und glitzert, haben die Spezialisten ihre Finger im Spiel. Aus dem zerbrechlichen Werkstoff entstehen unter den geschickten Händen der derzeit 38 Mitarbeiter ganz individuelle Produkte. Hier kommt nichts von der Stange: Um so anspruchsvoller der Auftrag, um so ehrgeiziger das Team. Ambitionierte Glasarchitektur, ausgefallene Dekors, riesige Scheiben für Büros oder Empfangshallen – die Palette dessen, was die Firma kann, diktiert der Kunde.

Die Firma Lohnitz Glas + Spiegel erweitert ihren Standort an der Polenzer Straße in Machern

Selbst auf den Weltmeeren schippern Elemente made in Machern. Denn die Lohnitz KG verhilft zahlreichen Kreuzfahrtschiffen zu glanzvollen Momenten. Große Reedereien vertrauen inzwischen auf die Kunstfertigkeit und das Geschick der Muldentaler, wenn es an Bord um die Ausstattung von Diskotheken, Theatern und Restaurants geht. „Auf Kreuzfahrtschiffen soll schließlich nicht alles aus Stahl sein. Unsere Produkte sorgen hier für willkommene Abwechslung und edle Optik“, verrät Mario Lohnitz, „seien es Zierspiegel, Schmuckelemente oder Treffenstufen.“ Die meisten Kunden hat die Firma allerdings auf dem Festland – vorwiegend in Mitteldeutschland. „Hauptsächlich Metallbauer, Tischler, Laden- und Innenausstatter werden von uns beliefert.“ Eine Spezialität des Hauses ist Spezialglas, das hohen Sicherheitsstandards genügt. Die Scheiben werden zum Beispiel in Einkaufszentren, Geschäftspassagen, Tankstellen oder auch großen Hotels verbaut. Jährlich werden 2000 Tonnen Rohglas in Machern verarbeitet. Das entspricht 80 Lkw-Ladungen, die in veredelter Form wieder vom Hof rollen.

Da die Auftragslage gut ist, stand seit Jahren eine Erweiterung der Kapazitäten an. Nach langwieriger Planung konnte dieser Tage der Grundstein für eine neue Produktionshalle samt Bürogebäude gelegt werden. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen, Standort und Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, erklärte der Junior, der sein Handwerk in der Glasfachschule im niederbayrischen Zwiesel erlernte. Um weiter exklusiven Kundenwünschen gerecht zu werden, wird auch in moderne Technik investiert. So ist bei einem finnischen Hersteller eine neue Anlage zur Fertigung von Verbundglas bestellt. Auch eine neue Vorrichtung zum Lasern des zerbrechlichen Werkstoffs geht demnächst in Betrieb. Ab Frühjahr 2019, rechnet Mario Lohnitz, kann die Arbeit in der neuen 1500 Quadratmeter großen Halle starten. Sieben Arbeitskräfte sollen dann noch einmal dazu kommen.

Von Simone Prenzel